Spitzbergen total

Reiseverlauf

1. Tag – Aufbruch zur Expedition, Ankunft in Oslo
2. Tag – Weiterreise nach Longyearbyen, Willkommen in der Arktis
3. Tag – Erkundungen in Longyearbyen, Boarding
4. Tag – Ny Ålesund, Kongsbreen & Ossian Sarsfjellet
5. Tag – Fuglesongen & Raudfjorden
6. Tag – Moffen, Lågøya & Sjuøyane
7. Tag – Fahrt ins Packeis
8. Tag – Hinlopenstraße
9. Tag – Bråsvellbreen, Olgastretet und Barentsøya
10. Tag – Freemansundet, Rindedalen & Kapp Lee
11. Tag – Hornsund
12. Tag – Isfjord
13. Tag – Heimreise

Endlich Sommer

Die Sonne geht zwar schon seit Monaten auf Spitzbergen nicht mehr unter – aber es braucht seine Zeit, bis die obersten Zentimeter des Permafrostbodens aufgetaut sind und sich das Eis von der Insel zurück gezogen hat. Jetzt, Mitte Juli, hält auch hier auf Svalbard der Hochsommer Einzug, es ist eine gute Jahreszeit für Kreuzfahrten mit kleinen Schiffen. Eiderenten und Wildgänse mit ihrer Brut bevölkern Ebenen und flache Gewässer und die Bewohner Spitzbergens genießen Sonnenbäder und ein BBQ im Garten.

La dolce vita

Kleine Herden der Spitzbergen-Rentiere grasen gemächlich und suchen sich zum Verdauen ein kühles Plätzchen auf einem Schneefeld, z. B. im Rindedalen oder im Isfjord. Polarfüchse patrouillieren unterhalb des emsigen Treibens in den Brutkolonien von Lummen, Krabbentauchern und Papageitauchern am Fuglesongen, dem Alkefjellet oder auf den Sjuøyane. Sie haben gelernt, dass hier immer wieder ein guter Happen für sie abfällt. Walrosse ruhen in großen Gruppen entspannt am Strand, nachdem sie bis zu 50 Kilo Muscheln verputzt haben.

Die ganz Großen freuen sich über die gestiegenen Wassertemperaturen. Träumen vielleicht auch Sie davon, die größten Säugetiere der Welt in ihrem natürlichen Lebensraum zu besuchen? Im Hochsommer ist die Zahl der Wale um Spitzbergen so hoch, dass Ihnen diese sanften Riesen beinahe überall begegnen können. Kolosse von bis zu 17 Metern begeben sich auf die Jagd nach Winzlingen von nur ca. 1,7 Zentimetern Körperlänge, dem Krill.

Und was ist mit Eis?

Allen auf Spitzbergen geht es gut. Allen? Nein, nicht allen! Mancher wünscht sich den Winter zurück. Den Gletschern in den Fjorden geht es im Hochsommer an den Kragen. Ständig brechen Eisberge von ihren Kanten ab. Schmelzwasser gräbt tiefe Kanäle in die Gletscheroberfläche, um sich an der Kante als Wasserfall ins Meer zu stürzen. Bis zu einem gewissen Grad sind das ganz normale Vorgänge im Verlauf der Jahreszeiten – und so mit einem Augenzwinkern gesagt „schlecht“ für den Gletscher aber gut für Beobachter. Beides sind Schauspiele, die Gäste, Expeditionsteam und Crew an Bord der MS Sea Endurance (MS Quest) immer wieder begeistern.

Und schließlich noch die Eisbären. Auch sie bevorzugen den Winter. Wenn der Sommer kommt folgt ein Großteil der ca. 3.000 auf Spitzbergen lebenden Bären dem Eis Richtung Norden. Ihr Reich verkleinert sich – aber im Packeis finden Sie die Jagdbedingungen, die sie brauchen. Ein Glück, dass auch die Robben nach Norden ziehen. Und selbstverständlich bringen wir Sie in dieses einsame Reich. Genießen Sie den Abstecher in die noch fremdere Welt des Packeises. Hier heißt es bei Kreuzfahrten mit kleinen Schiffen für alle an Bord: „Augen offen halten!“, immer auf der Suche nach einem gelblichen Fleck in der weiß-blauen Welt.

Noch mehr zum Thema Eis

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auf Spitzbergen selbstverständlich deutlich zu spüren. Gletscher, Packeis und Eisbärenpopulation sind die am offensichtlichsten betroffenen. Aber auch Rentiere leiden z. B. unter ungewöhnlichen Wärmeperioden im Winter während denen ihr dichter Pelz erst durchnässt und anschließend gefriert… Weiterreichende Informationen sind immer auch ein Teil unserer Expeditionsreisen und wir freuen uns über jeden Gast, für den das Thema Klimaschutz im Anschluss an einen Besuch auf Spitzbergen einen neuen Stellenwert bekommt.

Bitte beachten Sie den wichtigen Hinweis:

Flexibilität bei Tagesplan und Routenführung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen und sicher durchgeführten Expedition. Sie gibt uns die Gelegenheit, Ihnen die größtmögliche Vielfalt an Landschaftsformen und Tierbegegnungen zu ermöglichen.

Unser Expeditionsleiter entscheidet gemeinsam mit dem Kapitän vor Ort über das endgültige Programm – falls nötig auch inklusive Plan A, B und C. Daher gilt das oben ausgeschriebene Programm lediglich als Beispiel.

Freuen Sie sich auf das Unerwartete – es ist Erbe und Reiz einer jeden Expeditionskreuzfahrt!