Wetter in der Arktis und Antarktis

Wetter in der Arktis

Polarnacht und arktischer Sommer sind die beiden Extreme, zwischen denen sich das klimatische Geschehen in der Arktis abspielt. Während des Winters strömen sehr kalte, sibirische Festlandsluftmassen mit Temperaturen von unter –50° C in die zentrale Arktis ein. Im Sommer erwärmt sich die Luft in der zentralen Arktis auch bei 24-stündiger Sonneneinstrahlung nur wenig über den Gefrierpunkt, während in den Schelf- und Tundrengebieten auch Temperaturen von über 20° C erreicht werden können. Arktis-Reisen finden in aller Regel in unserem europäischen Sommer statt, wenn das Wetter am besten ist.

Wetter in der Antarktis

In der Antarktis herrscht ein klimatischer Extremfall – von allen Erdteilen ist er der Kälteste. Die Durchschnittstemperatur beträgt im Jahr ca. -55°C. Im wärmsten Monat Januar, dem antarktischen Sommer, kann es manchmal einige Grad über Null werden. Auf der sowjetischen Wostok-Station wurde am 21.Juli 1983 die kälteste, jemals auf der Erde gemessene Temperatur mit -89,2°C gemessen. Brr…!
Wenn es Niederschläge in der Antarktis gibt, dann ist dies meist Schnee der zur Küste hin zunimmt. Von der Pol-Lage und dem Polarplateau wehen Winde Richtung Küste. Diese Fallwinde wirken auf das gesamte Polarmeer ein und sind sehr gefährlich, denn innerhalb von 15 Minuten kann das Wetter extrem umschwanken. Stürme mit einer Windgeschwindigkeit von 200 km/h treten auf und die Forscher vor Ort müssen sehr achtsam sein, um nicht in einen solchen Sturm zu geraten.

Nebelbänke

In der Arktis und Antarktis gehören zudem häufig auftretende Nebelbänke zum Repertoire der Natur. Ganz besonders in der Antarktischen Konvergenz. Dies ist eine etwa 100 Kilometer breite Zone, in der das kältere antarktische Wasser unter das wärmere subantarktische Wasser sinkt. Wie eine Grenze am Horizont erscheint dann eine dicke Nebelwand, die langsam näher kommt. Man spürt die Luftveränderung, hört nur noch die Rufe der begleitenden Seevögel und fährt immer weiter hinein in eine gespenstisch-graue Nebelwelt. Auf einem Kurs Richtung Süden löst sich dann der Nebel plötzlich auf – und die ersten Sendboten des eisigen Kontinents zeigen sich: Eisberge in allen Formen und Größen.