Polarlicht

Polarlicht – Nord- und Südlichter

Polarlichter vor Grönland · © Dierk Ronneberger Polarlichter vor Grönland · © Dierk Ronneberger

Was hat es mit dem Polarlicht auf sich? Obwohl Polarlichter fast den Boden zu berühren scheinen, treten sie eigentlich in der oberen Atmosphäre zwischen 80 und 320 Kilometern über der Erdoberfläche auf. Ihr Licht ist – vereinfacht ausgedrückt – auf Kollisionen zwischen Elektronen von der Sonne und weit zerstreuten Atomen und Molekülen der verdünnten Atmosphärengase zurückzuführen. Über den magnetischen Polen konzentriert und kanalisiert das erdmagnetische Feld diese Elektronen, so dass Lichtmuster entstehen, vorwiegend in den Farben Rot und Grün, in einer Reihe von Wellenlängen und Intensitäten. Rötliche sind seltener als grünlich/bläuliche – das liegt daran, dass Eisenoxide in geringerer Konzentration auftreten und auch seltener in den Sonnenwinden sind. Außerdem ist die Farbe ein Indikator über die Höhe der Stürme.

Es gibt unendlich viele Varianten von Polarlichtern, die sich im Laufe eines Abends verschieben und oft nach einigen Stunden ein zweites, ganz anderes Bild zeigen. Sog. »Sonnenflecken«, Aufwallungen von Sonnenenergie, verstärken den Effekt noch und führen zu besonders spektakulären Bildern.

Auf Spitzbergen ist die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter zu sehen, nur in den Wintermonaten gegeben. Größere Chancen hat man in Tromsø und Island, Kanada oder Finnland. Doch Glück spielt immer eine Rolle und genügend Zeit im Gepäck zu haben, kann auch nicht schaden.