Eisberge

Eisberg mit Dreizehenmöwen · © Frank Fietz Eisberg mit Dreizehenmöwen · © Frank Fietz

Eisberge brechen beim »Kalben« von Gletschern in der Arktis bzw. vom kontinentalen Eis-Schelf der Antarktis ab. Diese sog. »Tafeleisberge« können mehr als 10.000 Quadratkilometer groß sein. Der nördlichste Berg aus Eis der Südhalbkugel wurde auf der Breite von Rio de Janeiro gesichtet, der südlichste der Nordhalbkugel schmolz erst auf der Breite von Florida! Diese Berge sind trotzdem schlechte Schwimmer – nur etwa 1/8 befindet sich über Wasser. Der aktivste Gletscher der Welt liegt übrigens bei Jakobshavn in West-Grönland. Seine Jahresproduktion wird auf 20 Kubikkilometer geschätzt. Große Eisberge »kalben« von ihm in den Diskofjord – einer davon wurde der »Titanic« zum Verhängnis.

Bizarre Eisformationen · © Frank Fietz Bizarre Eisformationen · © Frank Fietz

Der größte Teil der Eisberge (85%!) liegt unter Wasser und dieser „Kiel“ kann sich dort auch oft horizontal ausweiten – genau deswegen sind sie so gefährlich für Schiffe. Eisberge sind meistens weiß, was die Reflexion des Lichtes an der im Eis eingeschlossenen Luft bewirkt. Bei einigen sind blaue Linien zu erkennen, die aus klarem Eis bestehen, welches sich aus Schmelzwasser bilden. Manchmal sind auch komplett blaue und grüne Eisberge zu sehen, die Ursache hierfür ist aber noch weitestgehend unbekannt.

Im Schnitt bleiben die Eisberge 3 Jahre lang erhalten bevor sie schmelzen oder in viele Teile zerbrechen, einige große Exemplare bleiben aber auch 30 Jahre lang bestehen. Ein Berg der auf Grund schlägt und andockt, verweilt dort meist einige Jahre bis er sich wieder löst – dies nennt man Eisinsel.

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Zerbrechender Eisberg in Grönland