Pomoren

Die Pomoren sind ein aus Russland stammendes Volk an der Küste des Weißen Meeres. Der bedeuetet etwa so viel wie »Volk am Meer«. Die Jäger und Fischer hatten lang bestehende Traditionen und sie erforschten Die Region um die Barent-See, die Kola-Halbinsel, Nowaja Semlja und Spitzbergen. Vor allem lagen hier ihre Jagdgründe, sie lebten vom Walfang, der Fischerei und der Jagd. Doch auch die Abspaltung von der russisch-orthodoxen Kirche und die einhergehende Verfolgung könnten Gründe dafür sein, weshalb sie sich auch auf Spitzbergen aufhielten.

Vermutlich siedelten sie ihre Jagdstationen bereits im 15. Jahrhundert dort an. Die letzten Stationen wurden im 19.Jahrhundert aufgegeben und verlassen. Hierfür kann es wirtschaftliche und politische Gründe gegeben haben. Fest steht jedoch, dass den Pomoren die längste Nutzung und Besiedlung Spitzbergens gelang.

Heute kann man Überreste der Minisiedlungen vorfinden, wie zum Beispiel in Edgeøya und Bellsund. Bei Ausgrabungen konnten Schachbretter und ähnliches gefunden werden. Im Gegensatz zu den norwegischen Bauten, in denen Metallöfen genutzt wurden, verwendeten die Pomoren Ziegel für ihre Kamine. Man findet sie in Restbeständen an den früheren Standorten der Siedlungen. Auch wenn der Aufenthalt auf Spitzbergen vorwiegend der Jagd diente, so schien dort doch ein regelmäßiges Treiben und Leben stattzufinden.