Sandregenpfeifer

lat.: charadrius hiaticula
engl.: common ringed plover

Beschreibung Sandregenpfeifer

Der Sandregenpfeifer gehört zur Familie der Regenpfeifer. Der Brutvogel ist weltweit verstreut beheimatet. In der Überwinterungszeit ist er auch an Küstengebieten der Nord- und Ostsee zu finden. Vor allem das Wattenmeer in Schleswig-Holstein ist ein wichtiger Rastplatz. Er wird unterteilt in 3 Unterarten, die sich durch verschiedene Mauserrhytmen unterscheiden. Die Vögel werden durchschnittlich 11 Jahre alt. Das Gefieder ist am Rücken graubraun und auf der Unterseite weiß, der Schnabel ist vorne dunkel und hinten gelblich. Markant ist das breite schwarze Halsband.

Lebensraum

Der Lebensraum des Sandregenpfeifers ist der Nordosten Kanadas, Island, das arktische Nordamerika, sowie Jan Mayen. Er hält sich vorwiegend bei flachen, vegetationsarmen Meeresküsten-Gebieten auf. Zur Überwinterung fliegt er an die Küsten West- und Südeuropas oder Afrika.

Nahrung

Würmer, Schnecken, Krebse, Spinnen, Insektenlarven… der Sandregenpfeifer gibt sich mit vielem zufrieden. Durch das von anderen Arten bekannte „Fußtrillern“, bei dem sie auf einer Stelle schnell mit den Füßen auf den Boden stampfen, wird unterirdische Beute an die Erdoberfläche gelockt.

Fortpflanzung

Im März hält der Sandregenpfeifer Einzug ins Brutrevier. Das Gelege wird jedoch meist erst im Mai, nur selten früher, fertig gestellt. Hauptsächlich befindet sich das Brutgebiet an Meeresküsten mit Sand- oder Kiesflächen. Bis zu zweimal, manchmal sogar dreimal, im Jahr können die Weibchen ein Gelege abgeben. Dieses besteht aus meist drei sandfarbenen, dunkel gesprenkelten Eiern, die 23-25 Tage bebrütet werden. Die Küken verlassen kurz nach dem Schlüpfen das Nest, werden auf ihrer Futtersuche aber von älteren Tieren beobachtet. Nach 3-4 Wochen werden die Jungen flügge.