Regenpfeifer

Regenpfeifer, aufgenommen  in Spitzbergen 2012 · © Kerstin Langenberger Regenpfeifer, aufgenommen in Spitzbergen 2012 · © Kerstin Langenberger Regenpfeifer, aufgenommen  in Spitzbergen 2012 · © Kerstin Langenberger Regenpfeifer, aufgenommen in Spitzbergen 2012 · © Kerstin Langenberger

lat.: charadriidae
engl.: plover

Beschreibung Regenpfeifer

Die Regenpfeifer sind weltweit verbreitete Wattvögel. Besonders markant sind ihre kurzen Beine, ihr rundlicher Körper und die großen Augen. Das Gefieder ist meist grau-braun oder schwarz-weiß. Während der Brutzeit färbt sich das Gefieder intensiver. Die Mauser der Vögel dauert circa 3-5 Monate, sie können währenddessen trotzdem fliegen. Am liebsten halten sich die Regenpfeifer in der Nähe von Gewässern auf. Von rund 63 Arten sind 7 als gefährdet, stark gefährdet oder vom aussterben bedroht eingestuft worden.

Die Gattungen kann man besonders gut an ihren Lauten unterscheiden.

Lebensraum

Wie schon erwähnt ist der Regenpfeifer auf allen Kontinenten in allen Klimazonen beheimatet. Er hält sich gern in der Nähe von Wasserflächen auf, der Tundra und im Marschland. Unterschieden werden sie je nach Lang- und Kurzstreckenzieher oder Standorttreuen. Die ziehende Art kann ihr Habitat sogar mehrmals im Jahr wechseln. So auch der arktische Charadrius der zum Überwintern bis in die Tropen Afrikas fliegt und auf dem Weg mehrmals für längere Zeit an einem Ort verweilt.

Nahrung

Regenpfeifer fressen gern wirbellose Tiere, geben sich, wenn es sein muss, aber auch mit Samen und Früchten zufrieden. Der Sehsinn ist ihr wichtigstes Jagdinstrument, welchen sie bei der Durchstreifung von großen, offenen und flachen Flächen benötigen. Mit einer Art Trampeltechnik, bei der sie auf einer Stelle schnell mit den Füßen auf den Boden klopfen, schrecken sie ihre Beute auf. Bei den Kleintieren unter der Erde wirkt es genau gegensätzlich sie werden davon angezogen und kommen an die Erdoberfläche. Regenpfeifer trinken eigentlich nie, da ihr Schnabel auch nicht dazu ausgebildet ist, Wasser aufzunehmen.

Fortpflanzung

Das Brutrevier wird schon einige Zeit vor dem Legen der Eier vom Männchen beschützt. Regenpfeifer sind Bodenbrüter und richten ihre Nests auch gern zwischen Steinen ein. Bei frühzeitigem Verlust der Eier, ist es ihnen möglich ein Nachgelege zu legen. Das Weibchen legt 2-4 Eier, die von beiden Elternteilen 21-30 Tage gewärmt werden. Wobei es in anderen Klimazonen darum geht, sie zu kühlen. In versetzten Abständen von 1-2 Tagen schlüpfen die Jungen. Die Eierschalen werden von den Elterntieren versteckt, um Nesträuber vom Brutplatz fern zuhalten.Die Jungen sind Nestflüchter, ziehen also sofort alleine los um Nahrung zu suchen, allerdings kehren sie meist wieder zurück oder werden geholt. Leider schaffen es nur 25-30 Prozent die ersten 3-4 Wochen zu überleben.