Nonnengans

Nonnengans oder Weißwangengans · © Sven Achtermann Nonnengans oder Weißwangengans · © Sven Achtermann

lat.: branta leucopsis
engl.: barnacle goose

Beschreibung Nonnengans

Die Nonnengans, auch Weißwangengans, verdankt ihren Namen ihrem Gefieder. Durch den starken Kontrast zwischen schwarzem Scheitel und dem weißen Gesicht, wirkt es wie ein Nonnenkostüm. Sie gehört zur Ordnung der Entenvögel. War sie zunächst hauptsächlich an der russischen Eismeerküste angesiedelt, so findet man sie heute vermehrt in Mitteleuropa wieder.

Lebensraum

Nonnengans, kleine Familie auf Spitzbergen · © Manfred Fiess Nonnengans, kleine Familie auf Spitzbergen · © Manfred Fiess Der Zugvogel lebt in arktischen Gebieten, kommt zur Überwinterung aber nach Mitteleuropa. Es wird unterscheiden in drei verschiedene Populationen: Spitzbergen, Grönland und Russisch-Baltisch. Vor allem aber in Schleswig-Holstein und Niedersachsen vermehrt sich der Bestand. Sie sind sehr gesellig und leben oft mit Schwärmen, auch anderer Gänsearten, zusammen. Ihre Kontaktrufe während des Flugs erinnert von weitem an Hundegebell.

Nahrung

Im Winter reicht der Nonnengans kurzes Gras und Pflanzen. Im Frühjahr bedient sie sich an Knospen und Kätzchen von Weiden. Die tierische Nahrung besteht zum Großteil aus Wasserinsekten. Im Sommer sind die polaren Flechten und Moose Hauptnahrungsmittel.

Fortpflanzung

Die Nonnengänse halten große Partnertreue, suchen sich bei Verlust jedoch wieder einen neuen. Sie richten ihre Brustnester an hoch gelegenen und sehr schwer zugänglichen Klippen und Felsen ein. Oftmals sind diese nur fliegend erreichbar. Der Beginn der Brut ist meist im Mai/Juni. Nonnengänse haben ein Gelege pro Jahr und suchen auch des öfteren Schutz zwischen anderen Brutkolonien von größeren Vögel, um so besser vor Feinden geschützt zu sein. Das Weibchen legt 3-5 Eier und die Brutzeit für sie beträgt 24-25 Tage. Nach circa 7 Wochen werden die Jungen flügge, bleiben aber noch in der Nähe der Elternvögel.

Anmerkung

Nach einem Bestandstiefpunkt in den 50er Jahren, konnte sich die Nonnengans wieder in soweit vermehren, dass sie als ungefährdet eingestuft wurde.