Kurzschnabelgans

lat.: anser brachyrhynchus
engl.: pink-footed goose

Beschreibung Kurzschnabelgans

Die Kurzschnabelgans gehört zur Gattung der Feldgänse. Sie ist ein Brutvogel der Arktis und überwintert meist in Spitzbergen, ist aber auch in den Niederlanden oder Belgien anzutreffen. Den englischen Namen verdankt sie ihren rosafarbenen Füßen. Ihr Gefieder hält sich in einem graubraun. Während der Schwingenmauser sind die Tiere bis zu 25 Tage lang flugunfähig. Die Kurzschnabelgans ist eine sehr stimmfreudige Gans, bei Bedrohung gibt sie energische Zischlaute von sich.

Lebensraum

Die Kurzschnabelgans schließt sich gerne anderen Gänsearten an und ist im Sommer in großen Kolonien vorzufinden. Diese sind dann eher in vegetationsarmen Gebieten, Sümpfen und Mooren vorzufinden. Besonders geeignet sind auch Flussinseln, da diese eine gute Schutzmöglichkeit vor Feinden, wie dem Polarfuchs, bieten. Im Winter leben die Kurzschnabelgänse auf Weiden und Wiesen.

Nahrung

Hauptsächlich bedienen sich die Gänse der arktischen Pflanzenwelt, dazu gehören der Löwenzahn und der Knöterich, sowie Blätter und Knospen. Im Winter gehören auch die Erzeuge der modernen Landwirtschaft mit zum Nahrungsangebot. Vor allem die Kartoffeln sind zu einem festen Bestandteil der Nahrung geworden.

Fortpflanzung

Die Brutzeit der Kurzschnabelgänse beginnt Anfang Juni, in der sie in lockeren Kolonien zusammenleben. Die Nester bauen sie am Rand von Schluchten, Klippen und Felshängen. Oftmals benutzen sie Standorte zur Brut mehrmals. Das Weibchen legt 3-7 Eier, die sie dreieinhalb Wochen brütet. Das Männchen beschützt das Nest vor Feinden. Nach bereits zwei Monaten sind die Jungen flügge, warten aber noch während der Mauser der Altvögel am Brutplatz, bis sie sich dann gemeinsam in Herden auf den Rückflug zur Überwinterung machen.