Krabbentaucher

Krabbentaucher · © Sven Achtermann Krabbentaucher · © Sven Achtermann

engl.: Little auk
lat.: alle alle

Beschreibung Krabbentaucher

Der Krabbentaucher gehört zu der Familie der Alkvögel und ist der kleinste Vertreter. Sein Gefieder ist am Kopf und Rücken schwarz. Der Brustbereich ist weiß und mit einer harten Kante abgegrenzt zum Kopf. Der Schnabel ist kurz, die Füße schwarz.

Im Gegensatz zur Gryllteiste ist der Krabbentaucher ein Kolonievogel. Auf Spitzbergen ist eine der größten Kolonien beheimatet, deren »Gesang« man schon von weitem vernehmen kann.

Lebensraum

Der Krabbentaucher hat seine Brutgebiete zwischen dem 68. und 82. nördlichen Breitengrad. Neben Spitzbergen finden sich weitere große Kolonien z.B. im Osten Grönlands und dem Franz-Josef-Land. Um sich wohlzufühlen, benötigt der Vogel felsige Steilküsten mit genügend Höhlen oder Spalten für den Nestbau. Das Nest besteht aus kleinen zusammengesuchten Kieseln.

Nahrung

Die Nahrung der Krabbentaucher besteht aus Plankton, Fischeiern und kleinen Krebstierchen, die beim Tauchen erbeutet werden. Es ist nicht verwunderlich, dass ein Vogel, der in großen Kolonien brütet, sich mit Rufen zu einem gemeinsamen Abflug verabredet, nicht allein auf Nahrungssuche geht. Die Krabbentaucher sammeln sich zumeist erst in Schwärmen, bevor sie los fliegen.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt im Juni ein Ei, das von beiden Eltenvögeln bebrütet wird. Nach einer Brutzeit von ca. 30 Tagen schlüpft das Junge. Nach weiteren vier Wochen ist es dem Nest entwachsen und fliegt das erste Mal in Begleitung ausgewachsener Vögel.

Interessanterweise scheinen die Jungvögel sich mit der Stimme auf den Zeitpunkt des ersten Abflugs zu einigen: Innerhalb von zwei bis drei Tagen verlassen alle Jungvögel ihre Nester.