Gryllteiste

Gryllteiste · © Sven Achtermann Gryllteiste · © Sven Achtermann

lat.: Cepphus grylle
engl.: Black guillemot

Beschreibung Gryllteiste

Die Gryllteiste gehört zu den Alkenvögeln. Auch hier finden wir wieder den für Alkvögel länglichen Körper und einen kurzen Hals mit kleinem Kopf. Eine Unterart dieses Vogels ist durchaus als Gast an den Ostseeküsten Deutschlands und Polens anzutreffen. Sein Federnkleid ist komplett schwarzbraun bis auf zwei ovale weiße Flecken auf der Flügeldecke. Der Schnabel ist ebenfalls schwarzbraun, die Schwimmfüße rot. Jungvögel haben eher ein grau-weiß geschecktes Federnkleid.

Lebensraum

Die Gryllteiste ist mit ihren Unterarten im gesamten nördlichen Pazifik und Atlantik sowie im Nordpolarmeer beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Nordamerika über Nordskandinavien bis in den Norden Asiens. Die Überwinterung erfolgt in eisfreien Meeresbereichen, wobei die Vögel, wenn man bedenkt, dass sie Zugvögel sind, nicht weit von ihren Brutplätzen fortfliegen.

Nahrung

Die Gryllteiste taucht nach ihrer Nahrung; obwohl sie bis zu 50 m tief tauchen kann, hält sie sich doch vorwiegend in Gewässern auf, die weniger als 30 m tief sind. Das bedeutet, dass sie ihre Beute wie kleine Fische, Krebstiere und Weichtiere eher in küstennahen Gewässern findet. Aber auch Pflanzenteile werden nicht verschmäht.

Fortpflanzung

Die Gryllteiste kehrt im April/Mai von ihrem Winterquartier zu ihrem Brutplatz zurück. Je nördlicher die Population beheimatet ist, desto später im Jahr beginnt sie zu brüten; am Polarkreis also eher im Juni.
In einer gescharrten Kuhle an Steilküsten oder  auch in kleinen Spalten werden zwei Eler gelegt, die beide Partner bebrüten. Nach ca. 30 Tagen schlüpfen die Jungen und werden nach ca. 40 Tagen flügge. Gut jeder zweite Vogel erreicht dabei die Adoleszenz.