Elfenbeinmöwe

Elfenbeinmöwe · © Sven Achtermann Elfenbeinmöwe · © Sven Achtermann

engl.: Ivory gull
lat.: Pagophila eburnea

Beschreibung Elfenbeinmöwe

Die Elfenbeinmöwe ist ein arktischer Brutvogel und lässt sich nur sehr selten in Europa blicken. Sie trägt ihren Namen zu Recht, da bei ausgewachsenen Vögeln das Federkleid schneeweiß ist. Jungvögel und Vögel im ersten Wintergefieder haben ein gräuliches, angeschmutztes Gesicht und auf den Schwanzfedern schwarze Sprenkel. Die Beine sind schwarz. Der Schnabel ist ebenfalls schwarz, aber mit einer gelben Spitze versehen.

Lebensraum

Elfenbeinmöwen sind eigentlich nur in der Arktis zu finden. Alle paar Jahre verirren sich vereinzelte Exemplare auch mal in andere Regionen dieser Welt: New York, Lolland, Schweiz und St. Peter-Ording, um nur einige zu nennen.
Ihre Brutgebiete befinden sich auf Grönland, Franz-Joseph-Land, Kanada, dem russischen Teil der Arktis und dem nördlichen Spitzbergen.
Im Winter wandert dieser Vogel mit dem Treibeis gen Süden.

Nahrung

Die Elfenbeinmöwe ernährt sich von Fisch, Plankton, Aas und auch von dem, was sonst von Eisbären und Robben noch überbleibt …

Fortpflanzung

Für eine Saison bleiben diese Möwen einem Partner treu. Das Nest besteht aus einer flachen Mulde, ausgepolstert mit ein paar Federn und Pflanzenteilen. Dort hinein legt das Weibchen seine Eier (meist zwei). Das Brutgeschäft und die Aufzucht der Jungen, die nach ca. dreieinhalb Wochen schlüpfen, übernehmen beide Elternvögel. Nach ca. fünf Wochen verlassen die Jungen das Nest.
In der Wahl des Standortes des Nestes sind Elfenbeinmöwen recht flexibel: Nistplätze im lockeren Kolonienverband findet man unmittelbar an der Küste auf Geröll- oder Kiesstränden oder aber auch im tieferen Binnenland.

Anmerkung

Als Bodenbrüter  droht dem Gelege und den Küken während der Brutzeit Gefahr vom Polarfuchs. Weitere natürliche Feinde sind Eisbär und Eismöwe.
Es ist zu vermuten, dass der Mensch durch die Verbreitung von Umweltgiften sowie durch die Abnahme des Packeises zu der immer kleiner werdenden Zahl der Elfenbeinmöwe beiträgt.