Eismöwe

Eismöwen · © Frank Fietz Eismöwen · © Frank Fietz

lat.: Larus hyperboreus
engl.: glaucus gall

Beschreibung Eismöwe

Die Eismöwe ist sehr kräftig gebaut und hat eine Art „grämigen“ Gesichtsausdruck. Die Vögel benötigen keine Steilküste um abzuheben, so dass sie auch im flachen Küstenland anzutreffen sind. Sie bilden keine ausgesprochenen Kolonien, aber können durchaus in kleineren Verbänden auftreten. Nach 3 bis 4 Mauserungen erreichen die Vögel ihr schönes, weißes Federkleid.

Lebensraum

Diese Großmöwe ist entlang der nördlichsten Küsten und auf Inseln rund um den Nordpol beheimatet. Als Standvogel und Kurzstreckenzieher ist sie auch im Winter eher in den Polargebieten anzutreffen. Oft findet man sie in der Nähe von anderen Vogelkolonien, immer auf der Suche nach Nahrung.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt zwei bis vier Eier in ein Nest aus Gras, Moos und Tang. Beide Partner bebrüten das Ei vier Wochen. Bis die Jungen flugfähig sind, vergehen ca. 45 – 50 Tage. Nach ca. vier Jahren sind die Jungvögel geschlechtsreif.

Nahrung

Die Eismöwe ist ein Allesfresser im wahrsten Sinne des Wortes: Aas, Eier, andere Vögel (z.B. Krabbentaucher oder Dickschnabellumme), Fische, Beeren und Abfall. Demzufolge sind sie in der Lage, sich ihre Beute zu Land, zu Wasser oder in der Luft zu erjagen.
Auf Spitzbergen scheint die Eismöwe ihre Nische als »Raubvogel« gefunden zu haben.