Alpenschneehuhn

lat: lagopus muta
engl.: ptarmigan oder snow chicken

Beschreibung Alpenschneehuhn

Alpenschneehühner stammen aus der Familie der Fasanenartigen. Sie sind etwas kleiner als ihre nahen Verwandten, die Moorschneehühner. Auffallend sind die weißen Flügel und die schwarzen Schwanzfedern. Das Männchen mausert sich vier Mal in Jahr, das Weibchen drei Mal. Sie passen sich ihrer Umgebung an – so sind sie im Winter schneeweiß (die Männchen haben dabei nur einen roten Fleck über dem Auge) und im Frühjahr sind sie graubraun, schwarz, beige und weiß gesprenkelt. So tarnen sie sich in der Tundra besonders gut und bleiben oft starr sitzen, wodurch sie von Wanderern schnell übersehen werden.

Lebensraum

Das Alpenschneehuhn ist zirkumpolar in den Tundrazonen der Holarktis vertreten. Es lebt an der Küste Grönlands und auf allen arktischen Inseln Kanadas. Es ist die einzige Vogelart die ganzjährig auf Spitzbergen anzutreffen ist. Dort findet man es zwischen Gerölllandgebieten, auf trockenem Gebirgsrasen und in Schneetälern. Es lebt fast ausschließlich am Boden.

Nahrung

Alpenschneehühner ernähren sich rein pflanzlich und fressen Endtriebe, Knospen und Blätter im Winter. Im Sommer sind es Samen, Blätter, Blüten und Beeren. Besonders wichtig für ihre Ernährung sind Weiden und Birken.

Fortpflanzung

Die Vögel sind hauptsächlich monogam. Leben in einem Brutrevier des Männchens mehrere Weibchen, so hat er eines, das er bevorzugt und die anderen bekommen deutlich weniger Beachtung. Sie bleiben teilweise sogar unverpaart. Das Nest wird zwischen Steinen oder unter Sträuchern errichtet. Das Weibchen legt 3-11 rahmfarbene Eier mit braunen Flecken. Ausschließlich das Weibchen bebrütet die Eier 21 Tage lang und die Küken gehen als Nestflüchter gleich nach dem Schlüpfen mit ihrer Mutter auf Nahrungssuche. Nach nur 2 Wochen können sie bereits kurze Strecken fliegen und nach 2 Monaten ist ihr Wachstum bereits vollständig abgeschlossen.