Sattelrobbe

Sattelrobbe vor Spitzbergen · © Sven Achtermann Sattelrobbe vor Spitzbergen · © Sven Achtermann

engl.: harp seal
lat.: pagophilus groenlandica / phoca groenlandica

Beschreibung Sattelrobbe

Länge: 1,70 m (m), Weibchen sind meist etwas kleiner
Gewicht: bis 180 kg

Sattelrobben haben ihren Namen von der characteristischen dunklen sattel- oder hufeisenförmigen Zeichnung auf Rücken und Seiten der erwachsenen Männchen. Ihr wissenschaftlicher Name Pagophilus groenlandicus bedeutet »Der Eisliebende von Grönland«.

Die Sattelrobbe gehört zur Familie der Hundsrobben, der auch der Seehund, die Bartrobbe und die Ringelrobbe angehören.
Die Kopf- und Körperform der Sattelrobben ähnelt der der Seehunde, die Robben sind aber größer. Ihr Fell ist hellgelb bis grau, mit der oben erwähnten dunklen Sattel-Zeichnung, die bei weiblichen Tieren wesentlich weniger ausgeprägt ist.

Lebensraum

Sattelrobbe · © Sven Achtermann Sattelrobbe · © Sven Achtermann Sattelrobben sind weit verbreitet und leben im Nordpolarmeer und im Nordatlantik von Neufundland und dem kanadischen Sankt-Lorenz-Golf im Westen bis nach Nordrussland im Osten.

Nahrung

Sattelrobben fressen eine Vielzahl von Fischen und Wirbellosen. 67 Fischarten und 70 Arten an Wirbellosen Tieren wurden bislang im Magen von Sattelrobben nachgewiesen. Dabei tauchen sie bis zu Tiefen von 200 Meter, um ihre Beute zu finden.

Fortpflanzung

Die Weibchen bringen Ende Februar auf dem Eis ein einziges Jungtier zur Welt. Sie haben zunächst gelbliches Fell, nach etwa 3 Tagen hat das Fell das schöne flaumige Weiß, das den Welpen den Namen »whitecoats« gibt.

In den folgenden 12 Tagen, die sie vom Muttertier gesäugt werden, trinken sie Milch mit einem Fettgehalt von bis zu 50 %. Dabei legen sie pro Tag über 2 kg zu. Das Muttertier nimmt in dieser Zeit keine Nahrung zu sich. Sehr abrupt verläßt sie nach 12 Tagen ihr Junges und kehrt nicht zurück. Das zurückgelassene Jungtier ruft zunächst nach der Mutter, verhält sich dann aber ruhig, um Energie zu sparen. Die nächsten Tage muss es von Fettreserven leben, denn schwimmen und nach Futter suchen kann es erst im Alter von 4 – 5 Wochen. In diesen ersten Lebenswochen sind die Jungtiere leichte Beute für Eisbären und Menschen. Nur etwa 70 % der Jungtiere überleben das 1. Jahr.

Sobald die Weibchen ihre Jungtiere verlassen haben, paaren sie sich wieder.