Robben

engl.: seals
lat.: pinnipedia

Beschreibung Robben

Aufgrund ihrer langen Evolution sind Robben in besonderer Weise an das Leben im Meer angepasste Säugetiere. Durch den häufigen Wechsel von Tauchen und Wiederauftauchen haben sie sich physiologisch gut an die unterschiedlichen Druckverhältnisse angepasst. Vor dem Tauchgang atmen die Robben – anders als der Mensch – aus. Im Kehlkopfbereich haben alle Robben ein zweites »Verschlußsystem«, das dafür sorgt, dass in großer Wassertiefe beim Fang der Beute durch den Druck kein Wasser ins Körperinnere einer Robbe gelangen kann. Erst nach dem Schließen des Mauls können die Robben ihre Beute verschlucken.

Lebensraum

Obwohl sie das Meer bewohnen, müssen Robben hin und wieder an Land kommen und dürfen sich dementsprechend nicht zu weit von Küsten entfernen. Der Großteil der Tiere lebt in den Polargebieten: der Arktis und Antarktis. Bevorzugt werden ganzjährige Wassertemperaturen unter 20°C, mit Ausnahme einer Robbenart, die sich an tropischen Küsten aufhält.

Nahrung

Die einzelnen Robbenarten sind Nahrungsspezialisten, die auf ihren langen Tauchgängen Krill, Fische, Schnecken oder Tintenfische zu ihrer Beute machen – hauptsache es handelt sich um Fleisch. Um gegen die Kälte gewappnet zu sein, ist es, besonders für Jungtiere, wichtig, ein reichhaltiges Nahrungsangebot zu haben.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit ist im Frühjahr. Die Männchen schaffen sich durch Rivalenkämpfe ihr Territorium. Die Weibchen kommen dann etwas später an Land und gebären ihre Jungen. Nach der Entwöhnungszeit von einigen Tagen bis hin zu ein paar Wochen, lässt sich das Weibchen vom Territorialbesitzer erneut schwängern. Die Jungtiere brauchen das Schwimmen nicht erlernen, gehen aber aufgrund ihrer körperlichen Entwicklung erst nach 2-3 Wochen ins Wasser. Sie sind in ihrer anfänglichen Phase äußerst hilfsbedürftig und schutzlos und können so schnell Futter für andere Raubtiere werden.

Anmerkung

In den letzten Jahren konnte man beobachten, dass fast alle an Land angetroffenen Robben entzündete, tränende Augen hatten. Es erscheint durchaus möglich, dass dies erste Schäden durch den Ozonabbau über der Antarktis sind, und die verstärkte UV-Strahlung, der die Robben einige Monate lang ausgesetzt sind, diese Augenschäden hervorruft.