Belugawal

Belugawal · © Ronald Visser Belugawal · © Ronald Visser

engl.: beluga whale
lat.: delphinapterus leucas

Beschreibung Belugawal

Länge: 3 bis 6m
Gewicht: 400 bis 1000kg

Besser bekannt ist der Belugawal wohl als Weißwal. Er gehört zu der Art der Gründelwale und seine nahen Verwandten sind die Narwale. Ihre bläulich-creme-weiße Farbe hilft vermutlich bei der Tarnung vor Eisbären. Die Augen sind sehr klein und liegen direkt hinter den Mundwinkeln. Die Ohröffnung ist kaum sichtbar. Kurz vor dem Nacken ist das Blasloch.

Die Haut ist wie bei allen Walen unbehaart und die Belugas haben eine außergewöhnlich dicke Oberschicht. Sehr interessant ist auch, dass die Weißwale ihren Gesichtsausdruck verändern können – z.B. die Mundwinkel nach oben und unten verziehen.

Lebensraum

Kleine Beluga-Schule · © Kerstin Langenberger Kleine Beluga-Schule · © Kerstin Langenberger

Der Belugawal lebt in arktischen und subarktischen Gewässern, oft auch an der Packeisgrenze. Häufig kommt er an der Küste Alaskas, Kanadas und Russlands vor, aber auch im hohen Norden Norwegen, wie der Barentsee. Auch bei Franz-Josef-Land und Spitzbergen kann mit dem Wal gerechnet werden.

Auf der Wanderung, die sie oft zur Paarungszeit durchführen, verirren sich manche der Wale ein wenig – so wurde 1966 ein Beluga im Rhein gesichtet.
Sie bevorzugen allgemein Meeresbuchten oder Flussmündungen, da diese eine mäßige Tiefe aufweisen.

Nahrung

Der Belugawal bedient sich ausschließlich tierischer Nahrung. Sein Angebot ist dabei sehr abwechslungsreich: Tintenfische, Muscheln, Krebse und auch größere Fische wie Lachs. Diese suchen sie am Meeresboden ab. Ihr Nahrungsverhalten ändert sich mit zunehmendem Alter.

Fortpflanzung

Das Weibchen ist mit 5 Jahren, das Männchen mit 8 Jahren geschlechtsreif.
Die Paarung findet in Flussmündungen statt, da hier das Wasser etwas wärmer ist. Zur Paarungszeit sind oft tausende von den Tieren an einem Ort zu beobachten. Nach vierzehneinhalb Monaten wirft das Weibchen ein etwa 45-75kg schweres Neugeborenes. Beim ersten Mal wird es von der Mama zum Luft holen an die Wasseroberfläche „getragen“. Das Junge wird zwei Jahre von der Mutter gesäugt und selbst bei einer erneuten Paarung, bleibt es meist bis zu zwei weitere Jahre an der Seite des Muttertiers.