Polarfuchs

Polarfuchs im Sommerfell · © Simon Bober Polarfuchs im Sommerfell · © Simon Bober

engl.: arctic fox
lat.: alopex lagopus

Beschreibung Polarfuchs

Größe: ca. 35 – 60 cm
Rutenlänge: ca. 30 – 35 cm
Gewicht: 2,5 – 5 kg

Der Polarfuchs wird auch als Eisfuchs, Schneefuchs oder Weißfuchs bezeichnet. Im Gegensatz zu seinen Verwandten, dem Rotfuchs, verfügt der Polarfuchs über eine kleinere Schnauze und etwas kürzere Beine. Ferner ist der Polarfuchs durch seine wechselnde Fellfarbe an das Überleben im arktischen Klima bestens angepasst. Von seinen im Winter dicht behaarten Pfoten leitet sich auch sein lateinischer Name »Lagopus« (»der Hasenfüssige«) ab.

Im Winter ist das Fell weiß und mit einer dichten Unterwolle versehen; im Frühjahr wechselt die Fellfarbe zu einem Grau, so dass der Polarfuchs für seine Fressfeinde nur schwer aufzufinden ist.

Lebensraum

Polarfuchs auf der Suche nach Beute · © Mattias Henningson Polarfuchs auf der Suche nach Beute · © Mattias Henningson

Der Polarfuchs ist zum Beispiel auf Spitzbergen, in Skandinavien und Sibirien, sowie Alaska und Grönland beheimatet. Zwar hält er sich meist in den Tundragebieten auf, doch einige verschlägt es sogar aufs Packeis.

Nahrung

Seine Hauptspeise sind Lemminge und Mäuse; aber auf Spitzbergen patrouilliert nur zu gerne unter den von Vögeln besiedelten Felsen. Flügge gewordene Junge, die den Lummensprung nicht überleben, stellen dann seine regelmäßigen Mahlzeiten dar.

Wenn Nahrung im Überfluss vorhanden ist, werden die Reste oberflächlich unter Steinen z.B. vergraben.
Im Winter kommt ihm zusätzlich sein ausgezeichnetes Gehör zu Hilfe, mit dessen Hilfe er unter der Schneedecke Mäuse und andere kleine Säugetiere aufspüren kann.

Er scheut sich aber auch nicht, Eisbären in gebührendem Abstand zu folgen und sich von deren Kot oder anderen Überresten zu ernähren. Überleben, ist die Devise.

Fortpflanzung

Die Anzahl der Nachkommen kann sehr variieren. Im März/April ist die Fortpflanzungszeit: Nach ca.7-8 Wochen kommen die Jungen, nackt und blind, zur Welt, um nach weiteren 5 Wochen und rasantem Wachstum dann als Halbstarke vor der Höhle zu spielen und zu toben.

Mit ca. 3 Monaten werden die Jungtiere in der Regel von ihren Eltern vertrieben, aber es sind auch Polarfuchsfamilien bekannt, wo die älteren Geschwister bei der Aufzucht der jüngeren helfen.