Moschusochse

Moschusochsen · © Dierk Ronneberger Moschusochsen · © Dierk Ronneberger

engl.: musk ox
lat.: ovibos moschatus

Beschreibung Moschusochse

Größe bis 1,5m
Gewicht bis 400 kg, je nach Jahreszeit

Mochusochsen gehören zur Ordnung der Paarhufer und zur Familie der Hornträger. Da sie sehr eng mit Ziegen verwandt sind, und nicht wie man annehmen könnte mit anderen Ochsenarten, gehören sie zur Gruppe der Ziegenartigen.

Ihr dickes, zotteliges Fell, mit dem sie komplett bedeckt sind, schützt sie bei Temperaturen von -56°. Nicht nur eins, sondern gleich zwei Felle sorgen für ihren Schutz. Das Unterfell ist sehr weich, sogar weicher als Kaschmir, und wärmt 8mal besser als Merinowolle. Im Sommer wird dieses Unterfell fast komplett abgelegt und ist somit nützlich für Vögel, die damit ihre Nester ausstatten.

Die Moschusochsen sind keine großen Wandertiere und leben in einer Herde von 5-15 Tieren, wobei eine ältere Kuh meist die Herde anführt. Auffällig ist das synchrone Verhalten der Herde, die zeitgleich fressen und wiederkäuen und auch bei einer Flucht Seite an Seite zusammen rennen.

Vorsicht ist geboten, wenn ein Mochusochse den Kopf senkt und die Nase gegen das Knie drückt. Dies ist ihre Angriffshaltung. Um besonders Jungtiere vor den natürlichen Feinden, wie Bären und Polarfüchse, zu schützen, verteidigt sich die Herde in einer Kreisformation.

Moschusochsen besitzen zwar keine Moschusdrüse wie der Moschushirsch, nach dessen Drüsensekret der Moschusduft benannt ist. Die männlichen Tiere sondern aber zur Paarungszeit eine Substanz in den Urin ab, die moschusartig süßlich riecht. Die Tiere werden 10-18 Jahre alt.

Lebensraum

In Kanada, Grönland und Alaska ist der Mochusochse beheimatet. Kleinere Herden findet man auch in Norwegen oder Sibirien. Die Umgebung sollte niederschlagsarm sein, denn die Ochsen kommen zwar mit Kälte gut zurecht, aber Feuchtigkeit vermeiden sie nach Möglichkeit.

Nahrung

In der Zeit, wo das Nahrungsangebot ausreicht, bedienen sich die Moschusochsen an Gras, Weiden, Beeren, Kräutern, Flechten und Moosen. Ganze 7 Monate müssen sie dann aber von ihren Fettreserven leben, daher ist der Aufbau von diesen überlebenswichtig.

Fortpflanzung

Die weiblichen Moschusochsen sind nach 4 Jahren geschlechtsreif, die männlichen erst nach 6. Die Paarung findet im Sommer statt. Das Weibchen ist meist mit nur einem Kalb 7-9 Monate trächtig und kann auch nur einmal im Jahr kalben. Allerdings ist dies stark von den Umweltfaktoren abhängig, ob z.B. ein ausreichendes Nahrungsangebot vorherrscht. Das Kalb wird bis zu 15 Monate lang gesäugt, grast aber bereits eine Woche nach seiner Geburt gemeinsam mit dem Muttertier.