Tempelfjord

Der Tempelfjord ist mit seinen 600 Meter hohen Felsklippen das eindrucksvolle, östliche Ende des Isfjord, dem zweit längsten Fjord von Spitzbergen.

Dem Berg Templet direkt an seiner Mündung verdankt der Tempelfjord seinen Namen, da der Berg durch seine horizontale Schichtung und den riesigen, regelmäßigen Pfeilern einem verfallenen Tempel sehr ähnelt.

Am Ende des Fjords findet man Eismassen, die von den Gletschern Tunabreen und von Postbreen stammen, wobei ersterer noch immer Eisberge in den Fjord abgibt, letzterer aber bereits auf dem Rückzug ist.

Im Jahr 1910 überquerte der Forscher Wilhelm Filchner den Gletscher von Postbreen bis zur Ostküste von Spitzbergen, als Übung für eine Antarktisexpedition. Dies erklärt auch die etlichen deutschen Namen im Inland Spitzbergens östlich des Tempelfjords.

Die Fauna um den Fjord herum variiert, sodass man neben diversen Vogelarten – darunter die Trottellumme und den Papageitaucher – auch Rentiere, Polarfüchse und Eisbären sehen kann.