14. Juli Gletscher

Der 14. Juli Gletscher (14. Julibreen oder Fjortende Julibreen) fließt von der rund 16 km westlich gelegenen Eiskappe Isachsenfonna bis in die Fjortende Julibukta im Krossfjord, im Haakon VII Land, an der Westküste von Spitzbergen . Die Bucht ist nicht sehr groß, doch der Julibreen kalbt entlang einer etwa 3 km langen Gletscherfront ins Meer.

14. Juli Gletscher, Spitzbergen im Juli 2011 · © Ditte Hendrichsen 14. Juli Gletscher, Spitzbergen im Juli 2011 · © Ditte Hendrichsen

Es handelt sich um einen typischen Talgletscher, sein höchster Punkt liegt bei etwa 1200 Meter über Normalnull. In den letzten Jahrzehnten hat sich der 14. Juli Gletscher immer weiter zurückgezogen.
Die Klippen in der Bucht bestehen aus metamorphischem Schiefer und Phylliten mit Quarzgängen. Sie legen Zeugnis ab von den tektonischen Vorgängen vor über 400 Millionen Jahren. Durch den Eintrag der Gletschermilch (Schmelzwasser mit Gesteinsmehl) in die Bucht wird eintreffendes Sonnenlicht türkis reflektiert.

Neben Dickschnabellummen brüten in der 14. Juli Bucht auch die in Spitzbergen seltener anzutreffenden Papageitaucher und Tordalken.

Der Gletscher und die Bucht, in die er mündet, wurden 1907 vom norwegischen Offizier und Polar-Forscher Gunnerius Ingvald Isachsen nach dem französischen Nationalfeiertag benannt. Isachsen nahm 1906 an der Spitzbergen-Expedition des Fürsten Albert I von Monaco teil und kehrte auch in den folgenden Jahren zu Expeditionsreisen nach Spitzbergen zurück.