Tunheim

Tunheim ist ein Ort im nordöstlichen Teil der Insel Bjørnøya (Bäreninsel), die den südlichsten Punkt des Spitzbergen Archipels bildet. Tunheim beherbergt die meisten Kulturreste der Insel. Hier wurde zwischen 1916 und 1925 Kohle abgebaut und abtransportiert. Es gab insgesamt 25 Häuser, in denen bis zu 182 Personen den Winter verbrachten.

1919 wurde dort eine deutsche Radiostation errichtet und 1923 zu einer Wetterstation erweitert. Allerdings fiel diese dem zweiten Weltkrieg zum Opfer. Tunheim wurde evakuiert und von den Alliierten zerstört.

Heute kann man nur noch eine »Ruinenstadt« sehen. Einzig das Sprengstofflager blieb verschont und wird heute als Pausenraum für die Besatzung der Wetterstation genutzt.

Im Jahr 2002 wurde die komplette Insel zum Naturreservat erklärt, wie auch viele andere Gebiete von Spitzbergen.