Calypsobyen

Die »Calypsobucht« (so die deutsche Übersetzung von Calypsobyen) liegt am Südufer des Bellsund-Fjordes. Namensgeber war die HMS Calypso, ein Schiff, mit dem die Britische Marine die Region 1895 erkundete und Vermessungsarbeiten durchführte.

Hier findet man ein Gebäude der Christian Michelsen Expedition von 1901, die sich auf der Suche nach Bodenschätzen in der Region aufhielt.

1918–1919 wurden hier von der Northern Exploration Company (NEC) in der Hoffnung, Bodenschätze abbauen zu können, eine Reihe Gebäude errichtet, darunter ein Telegraphen-Gebäude. Der Telegraph wurde allerdings nie in Betrieb genommen, die Reste des Mastes liegen heute noch herum.

Es wurde zwar Kohle abgebaut, das Vorkommen war aber zu klein, um den Abbau rentabel zu machen. Problematisch war auch die nach Norden hin exponierte Lage des Strandes, die den Abtransport der Kohle fast unmöglich machte. Daher wurde schon 1920 das Projekt wieder eingestellt. Einige Baracken sind noch intakt und werden seit 1986 in den Sommermonaten von polnischen Wissenschaftlern genutzt.

In diesem Zusammenhang noch eine Bitte: Vermeiden Sie bitte, die markierten Bereiche der Tundra (oberhalb des Strandes »Calypsostranda«) zu betreten, da hier langfristige Feldforschungsprojekte zum Pflanzenvorkommen in diesem Teil von Spitzbergen durchgeführt werden. Die polnischen Biologen werden es Ihnen danken!
Am Ufer und in dem alten Schiffswrack nisten Küstenseeschwalben .