Kvitøya

Kvitøya (»Weisse Insel«) ist die abgelegenste Insel Spitzbergens und beheimatet mit der Ostspitze Kræmerpynten den östlichsten Punkt Norwegens. Die Insel ist etwa 44 km lang und umfasst eine Fläche von etwas über 700 m². Sie ist als Teil des Nordost Svalbard Naturreservates geschützt.

Die hocharktische Insel ist fast vollständig von einer bis über 400 m dicken Eisschicht bedeckt. Sie ist das ganze Jahr über von Packeis oder Treibeis umgeben und somit nur schwer zugänglich. Auf den wenigen eisfreien Flächen wachsen nur gelegentlich Moose und selten Blütenpflanzen.

Auf der Insel brüten Sterntaucher und Küstenseeschwalben . Daneben können Eiderenten und Elfenbeinmöwen beobachtet werden. Häufig sind auch EisbärenWalrosse und Robben hier anzutreffen.

Das Gestein auf der Insel, bestehend aus verschiedenen Ganggesteinen und Migmatit, ist bereits über eine Milliarde Jahre alt.

Entdeckt wurde die Insel wahrscheinlich 1707 von Cornelis Giles, auf Landkarten wurde sie lange Zeit als »Giles Land« bezeichnet.

Bekannt wurde sie durch den Ballonfahrer Salomon August Andrée, dessen Versuch, 1897 von Danskøya zum Nordpol zu fliegen, scheiterte. Mit seinen Begleitern Nils Strindberg und Knut Frænkel schlug er sich über das Packeis bis nach Kvitøya durch, wo die Gruppe aber zugrunde ging. Erst 1930 wurde ihr Lager entdeckt. Heute erinnert ein schlichtes Denkmal an die Expedition.