Woodfjord

Der Woodfjord liegt an der Nordküste von Spitzbergen, seine Mündung liegt direkt neben der des Wijdefjord und führt etwa 64 km ins Innere von Spitzbergen hinein. Der Woodfjord ist der viertlängste Fjord von Spitzbergen und besitzt zwei Abzweigungen: Liefdefjord und Bockfjord.

Die Landschaft in diesem Bereich von Spitzbergen wird durch roten Sandstein dominiert, der aus dem ältesten der drei Erdzeitalter stammt. Östlich des Fjords erstrecken sich bis zu 1300 m hohe Berge. Außerdem erkennt man die Überreste dreier Vulkane südlich des Bockfjord. Direkt an der Mündung des Woodfjord befindet sich die Halbinsel Reinsdyrflya. Dies ist die größte Küstenflachebene in Spitzbergen und gehört in die nordisch-arktische Tundrazone von Spitzbergen. 
Hochgelegene Gebiete, sowie die öden, unfruchtbaren Bereiche des Woodfjord zählen zu der arktischen Polarwüste. Die Flora bildet dort vornehmlich der Svalbard Mohn.

Das Reich der Eisbären

Eisbären werden hier das ganze Jahr über gesichtet, vermehrt im Frühling. Diverse Robbenarten kann man dort beobachten, darunter die Ringelrobbe und die Bartrobbe, ebenso wie das Spitzbergen Rentier. Rund um den Fjord finden sich etliche Klippenvogelkolonien, was wiederum den Polarfuchs anlockt.

Die einzigen Überbleibsel der Walfänger aus dem 17. und 18. Jahrhundert in diesem Gebiet von Spitzbergen sind viele Gräber, die sich über Reinsdyrflya ziehen. Nach den Walfängern nahmen russische Pomoren die Gegend in Besitz. Sie waren Jäger und Fallensteller, die dort überwinterten. Einige ihrer Jagdstationen kann man noch heute an verschiedenen Stellen um den Woodfjord sehen. 
Seinen Namen verdankt der Woodfjord dem Treibholz, das man an etlichen, direkt in den Fjord hineinreichenden Sandnehrungen finden kann.