Haudegen

Wetterstation Haudegen

Auf Nordaustlandet im Osten des Spitzbergen Archipels liegt im Rijpfjord die gut erhaltene deutsche Wetterstation Haudegen. Der gleichnamige Einsatz der deutschen Kriegsmarine war nach ihrem Leiter, dem Geografen Wilhelm Dege benannt. Er wurde zusammen mit elf Soldaten im September 1944 unter strengster Geheimhaltung von einem U-Boot auf Spitzbergen abgesetzt, um wichtige Wetterdaten für die Kriegsführung zu sammeln und zu übermitteln. Der Einsatz war auf ein Jahr angelegt. Nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde die Gruppe allerdings in der Arktis vergessen.

Es ist ein norwegisches Robbenfangschiff, das die Männer schließlich im September 1945 rettet. Die Mitglieder der Station Haudegen werden als nachweislich letzte deutsche Kriegsgefangene festgesetzt.