Island

Der zweitgrößte Inselstaat Europas liegt südlich des nördlichen Polarkreises und südöstlich von Grönland. Nordöstlich der größten Vulkaninsel der Welt liegt Jan Mayen. Die Meerenge zwischen Island und Grönland nennt sich „Dänemarkstraße“.

Vulkanismus

Als größte Vulkaninsel der Erde ist die Landschaft von Island dementsprechend geprägt. Es gibt viele Flüsse, Seen, Wasserfälle und eben Vulkane.

Da Island auf der nordamerikanischen und der eurasischen Platte liegt, und diese sich voneinander weg bewegen, sorgt der Vulkanismus für neuen Nachschub von geschmolzenen Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren, damit die Insel nicht zerbricht.

11% der Landfläche sind von Gletschern bedeckt.
Im Winter ist es, verglichen mit anderen Regionen desselben Breitengrades, relativ mild, die Sommer sind hingegen kühl.

Flora und Fauna

Die Tierwelt Islands ist ziemlich artenarm. Nur die große Vielfalt der Vögel hingegen ist beeindruckend. Viele Ornithologen und Vogelliebhaber zieht es deshalb nach Island zu den zahlreichen Vogelfelsen. Dort sind unter anderem der Papageitaucher, Dickschnabellummen oder Eissturmvögel anzutreffen – um nur ein paar zu nennen.

Des Weiteren sind natürlich die Islandpferde eines der bekanntesten isländischen Tiere. Verbreitet sind auch Polarfüchse und Seehunde. Auf der ganzen Insel verbreitet sind außerdem die vielen, vielen Schafherden.

Nachdem die Einführung von Rentieren geglückt ist, versuchte man dies auch mit den Moschusochsen, was jedoch bis heute nicht gelang.

Island ist abhängig vom Fischfang. Da die Gewässer rundherum besonders fischreich sind, ist dies der wichtigste Wirtschaftssektor.

In den Meeren findet man auch die Islandmuscheln, die über 500 Jahre alt werden. Außerdem gibt es viele Wale, wie den Belugawal, den Pottwal, den Blauwal und viele Delfine. Trotz vieler Proteste ist in Island der Walfang wirtschaftlich und kommerziell zugelassen. Hauptabsatzmarkt ist Japan.

Das es in Island kaum Wälder gibt, ist auch die Flora nicht besonders vielfältig. Neben vielen Moosen und Flechten finden man hauptsächlich arktische Pflanzen wie den Löwenzahn.

Island heute

Nachdem die Insel 870 vom schwedischen Wikinger Gardar Svavarsson entdeckt wurde, machte sie einige Entwicklungen durch.
Erst gab es die große Landflucht, wo es viele in die Städte trieb. Vor allem in die Hauptstadt Reykjavík. In den letzten Jahren ist dies wieder etwas rückläufig und die Einwohnerzahlen auf dem Land nehmen wieder zu.

Der Tourismus weitete sich immer mehr aus, bis zu einem Boom, wo es im Jahr dort mehr Touristen als Einwohner gab. Besonders beliebt sind auch heute noch Natururlaube mit Wanderungen rund um die Gletscher und natürlich Reiturlaube.

Besonders die traditionell isländische Küche ist für manche Touristen sehr gewöhnungsbedürftig: schwarz geräucherter Schafskopf, fermentierter Hai oder in Molke eingelegte Hammelhoden sind nicht für jeden Geschmack etwas.

In ganz Island gibt es kein Schienenverkehr und keine Autobahnen.