Prins Christian Sund


Prins Christian Sund ist ein schmaler, mehr als 100 km langer Kanal ganz im Süden Grönlands. Gewaltige Gletscher fließen von der grönländischen Eiskappe in Richtung des Sundes. Er trennt die Inselgruppe Kap Farvel vom Festland und verbindet die Labradorsee im Westen mit der Irmingersee im Osten. Eine wunderschöne Schiffspassage, besonders beliebt auf Reisen ins südliche Grönland.

Auf beiden Seiten des teilweise nur wenige 100m breiten Sunds stoßen Gesteinsmassive in die Höhe und sind oft über 1000m hoch. Aufgrund der Nähe zu den Eisbergen und der beeindruckenden Umgebung von Felsküsten und ausgewaschenen Felsen zu beiden Seiten, ist es eine beliebte Durchfahrt von Kreuzfahrtschiffen. Besonders schöne Fotomotive sind die vielen kaskadenartig herabfließenden Wasserfälle. Allerdings kann es auch vorkommen, dass der Prins Christian Sund durch Eisberge blockiert wird.
Am östlichen Eingang erwartet einen eine Wetterstation und inmitten des Sunds liegt das abgelegene Dorf Aappilattoq, wo noch einige Inuits wohnen.

Im Sommer können Reisende mit Temperaturen zwischen ca. 4,5° und 7°C rechnen. In den letzten Jahren hatten wir auf Wanderungen in schönstem Sonnenschein durchaus bis zu 20°C im Windschatten. Im Falle von Stürmen kann es aufgrund der Topografie (sehr hohe Felsen direkt am Wasser) zu erheblichen Windgeschwindigkeiten kommen. Wie in einem Trichter wird der Wind konzentriert und im Falle einer Verengung beschleunigt (Venturi-Effekt). Da der Prins Christian Sund allerdings nicht besonders breit ist, können sich kaum größere Wellenberge aufbauen.
Erik der Rote errichtete in der Nähe vor mehr als 1000 Jahren eine Farm und legte damit den Grundstein zur Besiedlung Grönlands durch die Wikinger.

Genießen Sie die spektakuläre Passage an Deck Ihres Schiffes und auf Ausflügen und kleinen Wanderungen.