Melville Bay & Cape York

Melville Bay & Cape York – der Norden Grönlands ist das Land der Inuit, die noch 1819, als Kapitän John Ross mit ihnen zusammentraf, glaubten, sie wären das einzige Volk der Welt – so isoliert und schwer zugänglich ist diese Region der Arktis. Heute ist die Gegend weitestgehend unbewohnt.

Kap York liegt im Süden der Hayes-Halbinsel und ist einer der Orte, die Robert Peary während seiner zweiten Arktis-Expedition besuchte. Bekannt wurde der Ort durch den 4,6 Milliarden Jahre alten Meteoriten „Cape York“ der dort gefunden wurde.

Melville Bay ist eine große Bucht der Baffin Bay und liegt an der Westküste zwischen Kap York und Upernavik. Hier dringt das Inlandeis in ausgedehnten Gletschern zur Küste vor und ist eine der größten Quellen von Eisbergen. Es kann sogar vorkommen, dass die Eisdecke im Sommer erhalten bleibt.

Die Gegend diente den Inuit früher als Jagdrevier, da hier der Eisbär entlang der Küste auf Nahrungssuche geht. Ein reiches Vorkommen an Robben und Walrossen bietet sich ihm.
Häufige Gäste in der Bucht sind außerdem der Narwal und der Weißwal.
Seltener befinden sich hier Brutkolonien, nur die Gryllteiste und Eismöwe sind vermehrt anzutreffen.
Es wird ein reiches Erdölvorkommen rund um die Melville Bay vermutet und deshalb starten 2014 erste Probebohrungen. Dies bildet einen extremen Widerspruch zu den sonstigen Vorkehrungen, die getroffen werden, um das Gebiet zu schützen. Denn es ist ein Naturschutzgebiet und man darf sich eigentlich nichtmal der Kernzone nähern.