Franz Josef Land

Die zu Rußland gehörende Inselgruppe Franz Josef Land ist eine kaum erforschte Welt aus steil aufragenden Bergen, riesigen Gletschern und sich endlos ausdehnendem Packeis. Der Archipel wurde erst 1873 durch die berühmte Tegetthof Expedition unter Weyprecht und Payer entdeckt und nach Kaiser Franz Josef I von Österreich benannt. Bis heute ist die Inselgruppe ein sehr selten besuchtes Reiseziel. Aktuell ist die MS Sea Spirit das einzige Expeditionsschiff, dass die Genehmigung Russlands besitzt, Reisen von Spitzbergen nach Franz Josef Land durchzuführen. Der größte Eisbrecher der Welt, die „50 Years of Victory“, besucht Franz Josef Land ebenfalls regelmäßig auf dem Rückweg ihrer Expeditionen zum Nordpol.

In Jackson Island (Cape Norway) stehen die Überreste einer Steinhütte, in der Nansen und Johansen nach einem achtmonatigen Marsch über das Eis 1896-97 überwinterten. Ein Denkmal erinnert an die Überwinterung, in diesem PDF finden Sie eine kleine Anekdote über das 8-monatige Zusammenleben der beiden. Von hier aus bieten sich großartige Wanderungen in Begleitung der Lektoren über die Tundra der Arktis an.

In Northbrook Island, genauer gesagt am Cape Flora, stößt man auf die Überreste der Jackson/Harmsworth Expedition von 1894-97. Die Pflanzenvielfalt der arktischen Tundra in diesen nördlichen Breiten ist erstaunlich. Oft können Walrosse vor der Küste beobachtet werden.

Die Klippen des Rubini Rock auf Hocker Island bieten Nistplätze für Tausende von Seevögeln, darunter Möwen, Gryllteiste und Lummen.

Sollten es die Verhältnisse erlauben, erlebt man bei einem Rundflug mit dem Hubschrauber über das Packeis des Austria Sunds außergewöhnliches. Am Cape Tegetthoff wird der österreichischen Expedition unter Weyprecht und Payer, die hier erstmalig landete, angedacht.