Ellesmere Island

Ellesmere Island ist die neunt- oder zehnt- oder elftgrößte Insel der Erde. An dieser Feststellung scheiden sich die Geister. Auf jeden Fall jedoch gehört sie zu den Königin-Elisabeth-Inseln Kanadas und ist von Nordgrönland nur durch den 30 km breiten Kennedy Kanal getrennt. Die Insel wurde 1616 von William Baffin entdeckt.

80.000 km² der Gesamtfläche sind vergletschert und die Insel ist stark von Fjorden geprägt. Der nördlichste Punkt ist Kap Columbia, was auch gleichzeitig der nördlichste Punkt Kanadas ist. Die Landschaft besteht aus der baumlosen Tundra und Flechte, Moose und arktische Pflanzen prägen das Bild. Dort leben Moschusochsen, Polarfüchse, Schneehasen und Lemminge. In der Luft sind Schneeeulen und Gerfalken unterwegs. Ansonsten sind auf der Insel nur 3 ganzjährige Niederlassungen von Menschen: eine Militärstation, eine Wetter- und Forschungsstation und eine Inuit Siedlung. Insgesamt besteht die Einwohnerzahl aus 146 Menschen.

Einfünftel von Ellesmere Island steht unter Naturschutz. Bedeutend sind vor allem die Fossilienfunde von Tiktaalik, die es nirgendwo sonst auf der Welt gab. Tiktaalik ist ein Fleischflosser, der ein Bindeglied zwischen Fisch und Landbewohner darstellt.