Weißgesicht-Scheidenschnabel

Scheidenschnabel · © Sven Achtermann Scheidenschnabel · © Sven Achtermann Scheidenschnabel · © Sven Achtermann Scheidenschnabel · © Sven Achtermann

engl.: Yellow-Billed Sheatbill
lat.: Chionis alba

Beschreibung Weißgesicht-Scheidenschnabel

Weißgesicht-Scheidenschnabel – Scheidenschnäbel sind kleine, plumpe, etwa hühnergroße, weiße Vögel, die zunächst an weiße Tauben erinnern. Der in der Antarktis vorkommende weißgesichtige Scheidenschnabel hat pinkfarbene Kehllappen, einen gelb-rosa Schnabel mit schwarzer Spitze und an den Füßen keine Schwimmhäute.

Lebensraum

Diese Scheidenschnabel-Art brütet ausschließlich in der Antarktis, lediglich im Frühwinter findet man sie auch an den Küsten Südamerikas.

Nahrung

Scheidenschnäbel sind Allesfresser und gelten als die Straßenkehrer in Pinguin-Kolonien. Einige Scheidenschnäbel beherrschen den Trick, erwachsene Pinguine dann anzuspringen und zu stören, wenn diese ein Küken füttern, wobei dann meist etwas vom vorverdauten Futter der Pinguine zu Boden fällt, von wo die Scheidenschnäbel diesen »Abfall« blitzschnell aufnehmen.

Fortpflanzung

Die Scheidenschnäbel brüten versteckt in Felsspalten. Das unordentlich gebaute Nest wird mit Pflanzenresten, Federn und kleinen Knochen ausgepolstert. Die Küken, zunächst in einem dunkelbraunen, graugesprenkelten Daunenkleid, sind nach 50 – 60 Tagen flügge.

Anmerkung

Ornithologen sind sich nicht einig darüber, ob die Scheidenschnäbel, von denen es nur zwei Arten gibt, eher zu den Möwen oder eher zu den Regenpfeifern gehören.