Sturmvögel

lat.: Procellariidae
engl.: procellariids

Beschreibung Sturmvögel

Sturmvögel haben eine oberflächliche Ähnlichkeit mit Albatrossen: Auf dem Rücken ihres Schnabels haben sie zwei Röhren, die zum einen für die Entsalzung des aufgenommenen Meerwassers dient und zum anderen zum Ausscheiden eines übel riechenden Nasenöls zur Bekämpfung etwaiger Angreifer. Sturmvögel sind ähnlich elegante Flieger wie Albatrosse und an Land noch unbeholfener als diese. Beide Familien sind für ein Leben auf dem Wasser ausgelegt und dementsprechend gute Schwimmer und Taucher, wobei Sturmvögel doch eher auf und im Wasser und Albatrosse in der Luft eine gute Figur machen.

Lebensraum

In der Antarktis und Subantarktis finden sich 8 Familien von Sturmvögeln mit insgesamt 10 Arten, die beträchtliche Größenunterschiede aufweisen, wenn man z.B. den Riesensturmvogel mit 213 cm Flügelspannweite mit dem Blausturmvogel mit nur 48 cm Flügelspannweite vergleicht. In den antarktischen Gewässern sind Riesensturmvögel, Kapsturmvögel, Schneesturmvögel und Weißflügelsturmvögel am häufigsten zu sehen.

Nahrung

Während einige Sturmvögel bei der Nahrungssuche eine hohe Sensibilität bzgl. des Riechens aufweisen, verlassen sich andere voll und ganz auf ihre guten Augen, wenn es darum geht, kleine Krebstiere, Fische oder Plankton an der Meeresoberfläche ausfindig zu machen.
Gelegentlich betätigen sie sich aber auch als Räuber in Pinguinkolonien. Der Riesensturmvogel lebt an Land vor allem von Aas und folgt Schiffen in der Hoffnung auf Fischabfälle.

Fortpflanzung

Die Sturmvögel brüten in großen Kolonien in der Nähe von Küsten. Das Nest wird an steilen Klippen und Geröllhalden errichtet und das ungewöhnlich große Ei 40- 60 Tage lang bebrütet. Die kleinen Arten werden nach 45- 55 Tagen flügge, die größeren Arten nach 100- 135 Tagen.