Seeschwalbe

Küstenseeschwalbe · © Sven Achtermann Küstenseeschwalbe · © Sven Achtermann lat.: Sternidae
engl.: sea swallow

Beschreibung Seeschwalbe

Seeschwalben gehören zur Ordnung der Regenpfeiferartigen und ähneln sehr den Möwen. Doch sie sind kleiner und schmaler und ausgesprochene Zugvögel. Sie werden unterteilt in 12 Gattungen und 45 Arten, eine davon ist die Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea) und sie gilt als der Zugvogel mit der längsten Zugstrecke. Der nahe Verwandte, die Flussseeschwalbe, ist oftmals kaum von der Küstenseeschwalbe zu unterscheiden. Das Gefieder ist im Prachtkleid weiß bis hellgrau, der Schnabel rot und sie tragen die typische schwarze Kopfkappe.

Lebensraum

In unserem Sommer leben die Küstenseeschwalben zirkumpolar holoarktisch im nördlichen Kanada, Grönland, im Norden Eurasiens und in Mitteleuropa an der Nord- und Ostseeküste. Im Winter ziehen sie an die Antarktische Packeiszone, zur Weddell-See und vor die Antarktis. Im Jahr legen sie allein mit ihren Zugstrecken 30.000 km zurück, was einer Strecke fast einmal um die Erde entspricht. Manche Individuen kommen sogar auf 80.000 km.

Nahrung

Die Küstenseeschwalben nutzen das reichhaltige Nahrungsangebot der jeweiligen Polarregionen im Sommer. Auf ihrer Speisekarte stehen Fische und Insekten, die sie durch ihre Jagdtechnik, dem Stoßtauchen, erbeuten.

Fortpflanzung

Die Vögel brüten in Kolonien mit bis zu 1.000 Tieren. Die Nester werden auf Inseln, Sanddünen oder Kiesbetten errichtet. Das Weibchen legt 1-3 Eier, die 4 cm groß sind. Beide Elternteile kümmern sich um die Bebrütung für 3 Wochen, nach dem Schlüpfen dauert es noch 21-24 Tage bis die Jungen flügge werden.