Schwarzbrauenalbatros

Schwarzbrauenalbatros · © Stephani Drücker Schwarzbrauenalbatros · © Stephani Drücker

engl.: Black-browed Albatross
lat.: Thalassarche melanophrys

Beschreibung Schwarzbrauenalbatros

Größe: 80-83 cm

Der Schwarzbrauenalbatros ist der am weitesten verbreitete und häufigste Vertreter der Familie der Albatrosse. Er verbringt fast sein ganzes Leben in der Luft über dem Südpolarmeer, wurde aber auch schon an den atlantischen Küsten Westeuropas gesehen. Seine Spannweite kann bis zu 2,5 Metern betragen. Adulte Schwarzbrauenalbatrosse wiegen ca. 3 – 4,5 kg; sind also für Albatrosse eher klein. Die Unterseite des Federkleides ist weiß bis auf schwarze Flügelkanten und die Namen gebenden dunklen Augenstreifen. Der Schwanz der Vögel ist kurz und grau, die Flügel lang und schmal. Der Körperbau ermöglicht ihnen stundenlanges Schweben über den Wellen, ohne die Flügel zu Hilfe nehmen zu müssen. Schwarzbrauenalbatrosse können bis zu 70 Jahre alt werden.

Lebensraum

Der Schwarzbrauenalbatros brütet auf den Inseln rund um die Antarktis.
Ihr eigentlicher Lebensraum ist die Luft. An Land findet man sie nur zur Brut und Brutpflege. Dort markieren sie mit sehr lauten Rufen ihr Revier. Besonders gute Möglichkeiten zur Beobachtung von Brutkolonien bieten sich auf den Falklandinseln, die im Rahmen einer großen Antarktisreise häufig besucht werden.

Nahrung

Schwarzbrauenalbatrosse ernähren sich hauptsächlich von Tintenfischen, Krebsen und Krill. Wie viele andere Seevögel haben sie ebenfalls Salzdrüsen im Bereich des Schädels, die dafür sorgen, dass durch das aufgenommene Meerwasser ein bestimmter »Salz-Pegel« im Körper nicht überschritten wird.

Fortpflanzung

Wie fast alle Albatrosarten nisten auch sie in Kolonien, welche oft aus mehreren tausend Vögeln bestehen. Die Paare kommen in der Regel jedes Jahr im Frühling der Antarktis aufs Neue zusammen, um zu brüten. Die Brutpflege des meist nur einen Eis teilt sich das Paar. Wenn die Jungen vier Monate alt sind, verlassen sie das Nest und verbringen die nächsten zwei bis drei Jahre auf dem Meer. Dann kommen sie wieder, um Balzrituale zu vollziehen.