Kormorane

lat.: Phalacrocorax
engl.: Cormorant

Beschreibung Kormorane

Von den Wasservögeln gibt es weltweit 26-43 Arten. Die Vögel werden auch Meerraben oder Seeraben genannt. Es gibt zwei verschiedene Färbungsvarianten: ein Typ ist dunkelbraun oder schwarz und hat metallisch glitzerndes Gefieder, der andere Typ hat eine dunkle Oberseite und eine weiße Unterseite. Auf der Südhalbkugel leben eher die Typen mit zweifarbigem Gefieder. Kormorane haben lange Hälse und einen keilförmigen Schwanz. An Land sehen sie mit ihrem watschelnden und hüpfenden Gang recht unbeholfen aus, im Wasser dienen ihnen die großen Füße um Antrieb. Manche Arten können bis zu 50 m tief tauchen. Bis ein Kormoran abhebt, muss er erst eine lange Strecke an der Wasseroberfläche laufen.

Lebensraum

Kormorane leben auf allen Kontinenten, außer Antarktika. Viele Arten leben nur auf Inseln, wie zum Beispiel den subantarktischen Inseln. Sie halten sich sowohl an Meeresküsten als auch an Binnengewässern auf. Sie sind eher Standvögel, nur wenige von ihnen sind Zugvögel.

Nahrung

Das Hauptnahrungsmittel sind Fische. Einige Arten fressen dazu noch Wassertiere, Krebstiere, Muscheln und Schnecken, oder auch Würmer. Alles Unverdauliche, wie Schuppen oder Gräten, wird einmal am Tag als Gewölle ausgewürgt.

Fortpflanzung

Die Kormorane brüten in Kolonien von 10 bis Hunderttausend Paaren und oft auch in Gesellschaft von anderen Vögeln. Die 2-3 Eier werden in ein Nest an einer Klippe, der Meeresküste oder in einem Baum gelegt. Nach 23-35 Tagen Bebrütung schlüpfen die Jungen nackt und bekommen erst nach einer Woche ihr Dunenkleid. Meist stirbt das Jüngste von ihnen, da es sich im Kampf um Nahrung gegen seine Geschwister nicht durchsetzen kann. Die Elternvögel kümmern sich gemeinsam um die Aufzucht. Abhängig je nach Art sind die Kormorane dann nach 30-80 Tagen flügge, bilden aber oftmals Kindergärten, wo sie noch 2-4 Monate weiter verpflegt werden, bis sie vollkommen selbstständig sind.