Königspinguin

Königspinguine · © Mattias Henningson Königspinguine · © Mattias Henningson Königspinguine · © Mattias Henningson Königspinguine · © Mattias Henningson

engl.: King Penguin
lat.: Aptenodytes patagonicus

Beschreibung Königspinguin

Körperhöhe: 80-95 cm
Gewicht: ca. 12-16 kg, Weibchen etwas weniger

Der Königspinguin ist nach dem Kaiserpinguin der zweitgrößte Pinguin. Die beiden Arten bilden die Gattung der Großpinguine (Aptenodytes – aus dem griechischen für »flugloser Taucher«).

Charakteristisch ist der lange und schmale Schnabel, der silber-graue Rücken mit dem schwarz-braunen Kopf und die sehr auffälligen gold-orangenen Ohrenflecken. Königspinguine werden häufig mit Kaiserpinguinen verwechselt, können aber durch die grellere Färbung, den schlankeren Körperbau und den längeren Schnabel von diesen unterschieden werden.

Lebensraum

Königspinguine leben in der Sub-Antarktis und kommen auf dem antarktischen
Kontinent nicht vor. Auf Süd-Georgien gibt es sehr große Kolonien. Daher zählt ein Besuch der Brutkolonien, z.B. in der St. Andrew’s Bay oder Salisbury Plain, zu einem Höhepunkt jeder Antarktis-Reise!

Nahrung

Da ihre Flügel zu schmalen, kräftigen Flossen umgestaltet wurden, jagen die flugunfähigen Tiere im Meer. Sie können eine Tauchtiefe von über 300 m erreichen und führen bis zu 150 Tauchgänge pro Tag durch. Dabei fressen sie kleine Fische, Krill und Tintenfische und nehmen so bis zu 20 kg Meerestiere auf. Im Schnitt schwimmen sie 28 km weit von der Küste entfernt, bevor sie das erste Mal nach Nahrung tauchen. Oft jagen Königspinguine auch in kleinen Gruppen.

Fortpflanzung

Die Königspinguine leben streng monogam und ihr Brutzyklus dauert bis zu 14 Monate. So ist ihnen nur eine Eiablage alle zwei bis drei Jahre möglich. Das grünlich-weiße Ei wird vom Männchen und Weibchen in 2-3 wöchigen Abständen gemeinsam in ihren Hautfalten bebrütet, währenddessen geht der Partner auf Futtersuche. Nach 55 Tagen schlüpft das Jungtier, ist aber noch weitere 9 Monate pflegebedürftig. Bis das erste Daunenkleid gewachsen ist, verbringen die Jungen die ersten 30-40 Tage zwischen den Füßen der Eltern. Es erfolgt eine abwechselnde Aufzucht, z.T. werden auch Krippen mit anderen Küken gebildet, so können beide Elternteile auf Nahrungssuche gehen. Nach 13 Monaten wechseln die Pinguine von ihrem braunen Daunenschutz zum Erwachsenengefieder und lösen sich damit auch von ihren Eltern ab.