Albatrosse

Schwarzbrauenalbatros · © Stephani Drücker Schwarzbrauenalbatros · © Stephani Drücker

engl.: albatros
lat.: Diomedeidae

Beschreibung Albatrosse

Die Albatrosse sind eine zur Ordnung der Röhrennasen gehörende Familie von Seevögeln. Es gibt insgesamt 21 Arten, davon leben 17 in den südlichen Ozeanen. Die größten haben eine Spannweite von 340 cm und wiegen 12 kg! Damit gehören sie zu den schwersten rezenten flugfähigen Vögeln. Selbst die »kleinen« Arten haben noch eine Spannweite von rund 2 Metern.

Sie sind hervorragende Segelflieger – was bei der Spannweite nicht verwundert.
Die Flügel sind jedoch so groß, dass Albatrosse sie nur für kurze Zeit und unter enormen Kraftaufwand gebrauchen können.

In der Nähe der Oberfläche sind sie schlechte Flieger. Deswegen fangen sie ihre Beute auch nicht im Flug, sondern sie schwimmen auf der Wasseroberfläche und bewegen sich dort mit kräftigen Schlägen ihrer mit Schwimmhäuten versehenen Füße.

Aufgrund ihres hohen Gewichts und den schwachen Flügel haben sie große Schwierigkeiten bei den Starts und Landungen. Letztere wirken eigentlich immer mindestens tollpatschig und sie legen oft genug Bruchlandungen mit gefährlichen Einlagen hin.

Zum Starten benötigt ein Albatros immer einen leichten Gegenwind, da er aus eigener Kraft sonst nicht in die Luft kommt. Sinkt die Windgeschwindigkeit unter ca. 3m/s (etwa 11km/h) müssen sie am Boden bleiben!

Überhaupt sind Albatrosse als Segelflieger in besonderem Maße vom Wind abhängig. So hat sich beispielsweise in den 1970er Jahren ein Albatros in einem Sturm bis auf die Shetlandinseln im Nordatlantik verirrt. Aufgrund der Flauten in den Rossbreiten (ca. 30°N und 30°S) und den äquatorialen Kalmen kam dieses Tier nicht wieder in sein eigentliches Verbreitungsgebiet in der südlichen Hemisphäre zurück.

Lebensraum

Albatrosse leben zum Großteil auf den Ozeanen der Südhalbkugel. Vor allem in Südgeorgien findet man sie. Vereinzelt treten sie auch in kleinen Kolonien in der Antarktis auf. Sie bevorzugen die polaren und subpolaren Gebiete und meiden die Küstengebiete, nur zur Brut kommen sie hierher.

Nahrung

Den Hauptbestandteil der Nahrung machen Tintenfische aus, die von ganzen Albatros-Schwärmen gefressen werden. Der Albatros gibt sich aber auch mit kleinen Fischen (nicht größer als eine Sardine), Krebstieren, Quallen und Aas zufrieden. Oft verfolgen sie Schiffe in der Hoffnung, den Abfall verzehren zu können.

Fortpflanzung

Die Albatrosse brüten meist nur alle zwei Jahre und beginnen damit auch erst ab ihrem 10. oder 11. Lebensjahr. Sie führen ein komplexes Balzritual auf, sind in der Regel aber monogam und treffen sich jedes Jahr mit dem gleichem Partner zur Paarung. Das Nisten findet in Kolonieverbänden statt, die Nester aus Gräsern, Moos und Schlamm haben dabei aber einige Meter Abstand voneinander. Gelegt wird nur ein einziges Ei, welches 10-11 Tage von beiden Partnern bebrütet wird. Einer der Beiden brütet dann über mehrere Tage hinweg und nimmt in der Zeit keine Nahrung zu sich. Wenn die Jungen 3-5 Wochen alt sind, werden sie das erste Mal für gewisse Zeitabschnitte allein gelassen. Sie bekommen vorverdaute Nahrung und zusätzlich eine ölige Substanz, die im Magen der Eltern erzeugt wird.