Pflanzen Antarktis

Es mag zuerst unwahrscheinlich klingen, aber auch in der Antarktis gibt es Pflanzen – wenn auch mit geringem Artenreichtum. Diese wachsen hauptsächlich auf den Halbinseln. Allerdings erfordert der ungewöhnliche Lebensraum eine Anpassung an die kargen Lebensbedingungen und eine Besiedlung der eisfreien Gebiete. Zudem sind die angesiedelten Pflanzen sehr empfindlich und durch Einschleppung fremder Arten und Samen und von menschlichen Einflüssen stark bedroht.

Starke Eisbedeckung, wenig Licht, trockene und salzhaltige Böden, sowie kurze Vegetationsperioden machen es den Pflanzen schwer sich hier anzusiedeln. Sie müssen mit wenig Nährstoffen auskommen und ruhen daher den größten Teil des Jahres. Das Wachstum und die Verbreitung geht sehr langsam vonstatten und es kann vorkommen, dass ein Fußabdruck im Moos noch viele Jahre später sichtbar ist.

Die meisten Arten sind blütenlos und die Pflanzenvielfalt beschränkt sich auf Flechten, Moose, Pilze und Algen. Am verbreitesten sind die Flechten mit 750 Arten. Sie wachsen auf Gesteinen, an Felsflächen, auf Schutt und Geröll.

Schon die kleinsten Einwirkungen auf das Ökosystem der arktischen Flora kann irreversible und dauerhafte Schäden der Natur zur Folge haben. Besonders bei Kreuzfahrten mit mehreren Anlandungsorten erhöht sich das Risiko, dass fremde Organe eingeschleppt werden. Aus diesem Grund sind die Richtlinien zum Schutz der Antarktis sehr streng.

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