Weddellrobbe

engl.: Weddell seal
lat.: Leptonychotes weddelli

Beschreibung

Größe: 250 – 300 cm
Gewicht: ca. 400 kg

Die Weddellrobbe ist nicht nur die am häufigsten in der Antarktis anzutreffende Robbenart, sie ist auch das am südlichsten lebende Säugetier überhaupt. Benannt wurde sie – zynischerweise – nach dem englischen Seefahrer und Pionier der Robbenjagd James Weddell, der 1823 bis zum 74. Breitengrad vordrang. Die stahlblauen Robben haben einen kleinen Kopf mit einer kurzen Schnauze. Im Winter leben Weddellrobben die ganze Zeit im Wasser unter der Eisschicht. Mit ihren Eckzähnen und Klauen halten sie sich Luftlöcher im Eis offen. Das ständige Offenhalten der Luftlöcher in bis zu 2 m dickem Eis fordert seinen Tribut: besonders die Eckzähne der Weddellrobben nutzen sich dabei so stark ab, dass das Gebiss nach etwa 15 bis 20 Jahren so verschlissen ist, dass sie verhungern.

Lebensraum

Die Tiere leben dauerhaft in der Nähe der antarktischen Festlandküste und ziehen im Winter nicht in die nördlicher gelegenen wärmeren Gewässer des Südpolarmeeres, sondern leben dann unter dem Eis. Weddellrobben haben sich in ganz spezieller Weise auf das Leben auf und unter dem Eis spezialisiert. So leben sie im antarktischen Frühling und Sommer (September bis März) auf dem Eis, wo sie sich nur sehr schwerfällig bewegen können.

Nahrung

Die hervorragenden Jäger sind meist im dunkeln des nachts auf Nahrungssuche. Sie können bis zu 70 Minuten unter Wasser bleiben und finden trotzdem immer ihr Luftloch wieder. Zu ihrer Beute gehören Fische und Kalmare, vor allem lieben sie den antarktischen Dorsch.

Fortpflanzung

Auf dem Eis werden im Oktober auch die Jungtiere geboren und für sechs Wochen gesäugt, bevor die Mutter sie verlässt und sich wieder paart. Die Jungtiere schließen sich in der ersten Zeit oft zu Grüppchen zusammen.