Seeleopard

engl.: Leopard Seal
lat.: Hydrurga leptonyx

Beschreibung Seeleopard

Der Seeleopard ist eine in den antarktischen Gewässern weit verbreitete Robbenart. Zu ihrem Namen kamen die Seeleoparden wegen ihres gefleckten Fells und ihrer räuberischen Lebensweise. Ausgewachsene Weibchen bringen bei einer Körperlänge von meist bis zu 360 cm knapp 400 kg auf die Waage. Die Männchen sind deutlich kleiner und leichter. Sie wiegen nur 270 kg und werden auch nur drei Meter lang. Beide haben lange Vorderflossen, mit denen sie sich sehr schnell im Wasser fortbewegen. Sie werden bis zu 25 Jahre alt. Trotz ihres wunderschönen Erscheinungsbildes (dunkelgrauer Rücken und silbriger Bauch mit grauen »Leopardenflecken« am Kopf und an den Flanken) sind Seeleoparden ernstzunehmende Raubtiere.

Lebensraum

Ihre Population wird um die 400.000 Tiere geschätzt, wobei die Angaben zwischen 220.000 und 600.000 schwanken. Diese große Ungenauigkeit liegt wohl an dem riesigen und darüber hinaus nur schwer zugänglichen Verbreitungsgebiet der Antarktis. Die Seeleoparden leben in der Regel einzelgängerisch am Rande des Packeises der gesamten Antarktis. Nur selten dringen sie bis Feuerland, Australien oder Neuseeland vor. Eine Ausnahme sind Jungtiere, die sich gelegentlich zu kleineren Gruppen an den Küsten der subantarktischen Inseln zusammen finden und dort ganzjährig anzutreffen sind.

Nahrung

Sie sind, neben den Schwertwalen, die dominantesten Raubtiere der Südpolarregion. Zu den Beutetieren zählen Pinguine oder junge Robben, hauptsächlich Krabbenfresserrobben. Die Seeleoparden sind aufgrund ihres stromlinienförmigen Körpers im Wasser sehr schnell, daher jagen und erlegen sie ihre Beute möglichst im Wasser, verfolgen diese jedoch auch bis aufs Eis. Häufig sieht man Krabbenfresserrobben mit Narben von Seeleopardattacken. Der überwiegende Anteil des Speiseplans (ca. 50%) besteht jedoch aus Krill, den sie ähnlich wie die Krabbenfresserrobben aus dem Ozean filtern.

Fortpflanzung

Die Weibchen gebären nach einer Tragzeit von 11 Monaten zwischen September und Januar ein einzelnes Jungtier auf dem Packeis, das für etwa einen Monat gesäugt wird. Anschließend begeben sich die Weibchen wieder zur Paarung ins Wasser. Geschlechtsreif werden Seeleoparden in einem Alter von drei bis vier Jahren.