Schwertwal

engl.: orca; killer whale
lat.: orcinus orca

Beschreibung Schwertwal

Länge: bis zu 9m
Gewicht: bis zu 6 Tonnen

Der bekannte Wal aus “Free Willy” wird häufig auch Orca genannt. Er ist in der Familie der Delfine die größte Art. Seinen Namen “Killerwal” hat er von Walfängern aufgrund seiner brutal erscheinenden Jagdmethoden bekommen.
Die Tiere leben sehr sozial und halten sich in Gruppen auf. Besonders zwischen Mutter und Kalb besteht eine enge Bindung. Auffällig ist die kontrastreiche Färbung der Tiere. Ihr Körper ist schwarz mit Ausnahme vom Bauch und Partien um die Augen, die weiß sind. Mit ihren 40-56 Zähnen können die Schwertwale ihre Beute gut festhalten und zerfleischen. Eingeteilt werden die Populationen in drei Ökotypen, die sich nie kreuzen: 1. Mammal-Eaters, 2. Coastal Fish-Eaters, 3. Oceanic and Neritic Killer Whales.

Lebensraum

Schwertwale leben weltweit in allen Gewässern, bevorzugen aber die höheren Breiten, wie zum Beispiel das Polarmeer. Besonders groß sind die Populationen in Grönland, Island, der Bäreninsel, Franz-Josef-Land und Spitzbergen.

Nahrung

Die Orcas sind reine Fleischfresser. Zu ihrem Nahrungsangebot gehören Fische, Robben und sogar andere Wale. Das Fressverhalten entscheidet sich je nach Ökotyp. Die Wale jagen zum Teil koordiniert in Gruppen und verbringen 60-95% ihrer Zeit mit Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Über die Paarung der Orcas ist recht wenig bekannt. Die Tragzeit liegt vermutlich zwischen 12 und 18 Monaten, wobei es keinen saisonalen Schwerpunkt für den Paarungsakt oder die Geburten gibt. Das Kalb ist bei der Geburt an die 2,5m und wiegt 200kg. Die Entwöhnung dauert in der Regel 1-2 Jahre, doch durch die enge Bindung kann es vorkommen, dass Muttertier und Junges noch lange zusammen bleiben. Die Kuh ist bei der Geburt meist 12-14 Jahre alt und bringt in ihrem Leben durchschnittlich 5-6 Kälber zu Welt.

Anmerkung

Die Schwertwale sind die beliebtesten Wale beim Whale Whatching und auch Höhepunkte in den Delfinarien. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz erlernen sie gut Kunststücke und können diese vorführen. Allerdings werden die Tiere in Gefangenschaft nicht annähernd so alt wie in ihrer natürlichen Umgebung, daher wird ihre Haltung in diesen Einrichtungen stark umstritten.