Krabbenfresserrobbe

engl.: Crabeater Seal
lat.: Lobodon carcinophagus




Beschreibung Krabbenfresserrobbe

Krabbenfresserrobben haben schlanke, stromlinienförmige Körper. Sie zeichnen sich besonders durch ihren deutlich sichtbaren Hals von anderen Robbenarten ab. Die Tiere haben ein Sommer- und ein Winterfell, wobei die Flossen immer der dunkelste Teil des Körpers sind. Sie besitzen Krallen an ihren Vorderflossen, womit sie sich im Eis gut verankern können. Die Robben können bis zu 2,45 m groß werden und wiegen bis zu 230 kg. Die Männchen sind meist kleiner und leichter. Die Lebenserwartung beträgt ca. 30 bis 35 Jahre, vereinzelt bis zu 40 Jahre.

Lebensraum

Die Krabbenfresserrobbe ist in den südpolaren Gewässern weit verbreitet. Sie leben alleine oder in kleineren Gruppen. Im Sommer sind sie im gesamten Südpolarmeer der Antarktis, besonders an der Packeisgrenze, zu finden. Zum Wintereinbruch ziehen sie nordwärts in wärmere Gewässer bis an die Küste Patagoniens, Afrikas und Australiens. Besonders Jungtiere verirren sich auf diesen langen Wanderungen. Anstatt nach Norden zu schwimmen, robben sie sich auf dem antarktischen Eis vorwärts. Dabei legen sie manchmal erhebliche Distanzen zurück. Es wurden schon häufig Kadaver von verendeten Tieren in über 100 km Entfernung zum offenen Meer und 1000 m ü NN gefunden.

Nahrung

Ihren Namen verdanken sie ihrer kuriosen Ernährungsweise. Sie haben sich in einer für Robben einmaligen Art an die Ernährung mit Plankton angepasst. Sie schlucken mit geöffnetem Maul Wasser, das sie anschließend wieder durch das geschlossene Gebiss herauspressen. Dabei bleibt Krill in den Zähnen hängen. Diese unter den Robben einzigartige Ernährungsweise wird durch röhrenförmige Aussparungen auf der Oberseite der Zähne ermöglicht, durch die das Wasser herausgepresst wird. Auf diese Weise werden auch kleine Fische erbeutet. Die maximale Tauchtiefe der Krabbenfresser beträgt ca. 30-35 m.

Fortpflanzung

Im antarktischen Frühling, zwischen Ende September und November gebären die Weibchen nach 11 Monaten Trächtigkeit ein einziges Junges und säugen es anschließend für einen Monat. Die Jungtiere werden nach drei bis sechs Jahren geschlechtsreif. Fressfeinde sind Seeleoparden und Schwertwale.