Half Moon Island

Half Moon Island ist vulkanischen Ursprungs. Sie misst knapp zwei mal zwei Kilometer und hat aufgrund ihrer sichelförmigen Gestalt eine Fläche von gerade einmal 0,51 km². Die höchste Erhebung ist der 101 m hohe Gabriel Hill im Nordwesten der Insel. Der flache Mittelteil der Insel liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, in diesem Bereich befindet sich die argentinische Antarktis-Sommerstation Cámara-Base.

Die Halbmondinsel beheimatet Küstenseeschwalben, Zügel- und Eselspinguine, Blauaugen-Kormorane und Kapsturmvögel. Im Hochsommer bevölkern meist Pelzrobben den Strand. Wale passieren häufig die Küste und von den Anhöhen bieten sich atemberaubende Aussichten auf die schneebedeckten Hügel und Gletscher der nur 1.300 m entfernten Livingston Island. Aufgrund der großen Pinguinkolonien(n), den schönen Ausblicken sowie den idealen Bedingungen für eine Anlandung mit dem Zodiac (flacher Strand, geschützes Gewässer) ist Half Moon Island ein beliebtes Ziel für Anlandungen auf Antarktis Reisen mit eisverstärkten Expeditionsschiffen.

Diese halbmondförmige Insel war Robbenfängern mindestens seit 1821 bekannt, doch der Name tauchte erstmals 1935 in einer Karte vom British Colonial Office im Rahmen der »Discovery Investigations« nach einer Forschungsfahrt der RRS Discovery II auf.

Wie an den meisten Anlandeplätzen in der Antarktis, dürfen auch auf Half Moon Island nur 100 Passagiere gleichzeitig an Land gehen. Bedenken Sie dies bei der Auswahl des Schiffes für Ihre Antarktisreise und lassen Sie sich beraten!