Elephant Island

Elephant Island – Die etwa 45 km lange und 25 km breite, felsige und unbewohnte Insel Elephant Island (61°01’ S, 54°54’ W) liegt am östlichen Rand der Südlichen Shetlandinseln – rund 1300 km von Südgeorgien entfernt.

Die höchsten Erhebungen liegen in der Pardo Ridge und sind teilweise 850 m hoch. Benannt wurde sie 1821 vom englischen Walfänger George Powell aufgrund des Reichtums an See-Elefanten.

Der bekannteste und geschichtsträchtigste Ort ist sicherlich Cape Wild, wo Ernest Shackleton und seine  Mannschaft von April bis August 1916 überwinterten, nachdem ihr Schiff HMS Endurance vom Packeis eingeschlossen und schließlich zerdrückt wurde und sank.

Bekannte Punkte sind die Nordost- und die Südspitze der Insel, genannt Cape Valentine und Cape Lookout, sowie Cape Wild, eine markante Formation an der Nordküste. Die Insel besitzt aufgrund des widrigen Klimas kaum Flora oder Fauna, nur einige Eselspinguinkolonien und Robben leben hier. Zu bestimmten Zeiten kann man auch Zügelpinguine finden, die zum Nestbau auf die Insel kommen.

Am Point Wild wurde dem Kapitän der Yelcho eine Büste als Denkmal errichtet. Dieses Schiff war für die letztendliche Rettung der Mannschaft Shackletons verantwortlich. Die Inschrift lautet:
»Hier rettete am 30. August 1916 das chilenische Marineschiff »Yelcho«, kommandiert von Luis Pardo Villalon, die 22 Männer der Shackleton-Expedition, die die Zerstörung der Endurance überlebt hatten und viereinhalb Monate auf dieser Insel lebten.«
Der Vordersteven der Yelcho ist heute noch als Denkmal in Puerto Williams, auf der chilenischen Insel Navarino, zu sehen.