Ushuaia

Ushuaia – Dort, wo sich der südamerikanische Kontinent in einem Insellabyrinth auflöst, liegt in der »Bucht, die nach Osten sieht«* die südlichste Stadt der Welt: Ushuaia.

Die faszinierende Stadt hat 65.000 Einwohner und befindet sich an der Südseite der Großen Feuerland Insel (Isla Grande de Tierra del Fuego) am Beagle Kanal und ist die Hauptstadt der argentinischen Provinz Tierra del Fuego (Feuerland).
Zur anderen Seite hin wird die Stadt von den schneebedeckten Hängen der Andenkette begrenzt. Die Schönheit der Natur fiel schon Charles Darwin auf und so notierte er die »kühnen und hohen Berge, die prachtvollen Gletscher und zahlreichen Wasserfälle«.

Ushuaia – Geschichte

Die Entwicklung der Stadt begann um 1870 mit der Ankunft englischer Missionare und wurde ab 1884, nachdem die argentinische Marine formell Besitz genommen hatte, vorangetrieben.
1902 wurde mit dem Bau des Gefängnisses begonnen, dessen Fertigstellung 1920 einen weiteren Meilenstein in der Stadtgeschichte darstellte. Die Sträflinge wurden überwiegend zum Holzeinschlag in den Wäldern westlich von Ushuaia eingesetzt. Dazu bauten sie auch die kleine Schmalspurbahn Ferrocarril Austral Fueguino, die die Baumstämme ins Gefängnis-Sägewerk brachte.

Heute befördert der »Zug zum Ende der Welt« Touristen durch den Nationalpark Tierra del Fuego. Das Gefängnis wurde 1947 aufgelöst und mittlerweile in einen Museumskomplex umgebaut.

Durch ihre Lage am Beagle Kanal war der Fischfang eine der wichtigsten Erwerbsquellen der Stadt. Heutzutage hat jedoch der Antarktis-Tourismus (fast alle Kreuzfahrten in die Antarktis starten bzw. enden in Ushuaia) dem Fischfang den Rang abgelaufen.

* In der Sprache der Feuerlandindianer heißt Ushuaia »die Bucht, die nach Osten sieht«.