Kap Hoorn

Kap Hoorn (engl. Cape Horn; span. Cabo de Hornos) ist die fast südlichste Landspitze Südamerikas. Benannt wurde es nach dem Geburtsort Hoorn in Nordholland des niederländischen Erstumseglers Willem Cornelisz Schouten.
Obwohl es auf dem südamerikanischen Festland und auch auf den weiter südlich gelegenen Diego Ramirez Inseln Orte gibt, die weiter im Süden liegen, wird das auf der chilenischen Felseninsel Isla Hornos liegende Kap Hoorn häufig als südlichster Punkt Südamerikas angesehen.

Für Segelschiffe war die Umrundung von Kap Hoorn bis zur Fertigstellung des Panamakanals im Jahr 1914 die einzige Möglichkeit vom Atlantik in den Pazifik zu kommen. Denn wegen widriger Strömungs- und (Fall-)Windverhältnissen in der Magellanstraße war diese nur für Dampfer geeignet.

Doch die Reise um Kap Hoorn war gefährlich und gefürchtet: starke Strömungen, schiet Wetter, Eisberge, schlechte Sicht, haushohe Wellen und – auf der Passage westwärts – ständiges Kreuzen gegen die Stürme der Westwindzone. Vor Kap Hoorn gingen bestimmt 800 Schiffe verloren, Grab für mindestens 10.000 Seemänner.

Es war daher nicht ohne Grund, wenn Hans Albers in seiner Version von La Paloma die folgenden Zeilen sang: 
…

„Kap Hoorn liegt auf Lee. Jetzt heißt es auf Gott vertrau’n“