Südamerika

Südamerika ist der südliche Teil des amerikanischen Doppelkontinents. Im Osten grenzt es an den atlantischen und im Westen an den pazifischen Ozean. Die Insel Feuerland liegt an der Südspitze und wird durch die Drake Straße vom Nachbarkontinent Antarktika getrennt. Südlich von Feuerland liegt Kap Hoorn, hier treffen Atlantik und Pazifik aufeinander.

Das Klima in Südamerika wird durch viele Einflussfaktoren bestimmt und verhält sich oftmals komplex. Darunter fallen unter anderem kalte Humboldtströme an der Westküste Perus, die Innertropische Konvergenzzone, tropische Wirbelstürme und Passatwinde. In den Anden sind Vergletscherungen zu finden und in Patagonien gibt es sogar eine Inlandvereisung mit bis zum Meer reichenden Zungengletschern.

Die Länder Südamerikas, die der Antarktis am Nächsten liegen sind: Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay.

Südamerika – Geschichte

Durch ihre Nähe zur Antarktis versuchten Argentinien und Chile oftmals Ansprüche geltend zu machen. Diese überschneiden sich und außerdem umfassen sie Gebiete, auf die auch Großbritannien glaubt, einen Anspruch zu haben. Der Falkland-Krieg 1982 hat die Kontroversen zwischen Großbritannien und Argentinien deutlich werden lassen. Argentinien verweist auf historisch und geographisch begründete Rechte, vor allem auf die »uti possidetis-Doktrin«, nach der Argentinien und Chile Rechtsnachfolger der spanischen Krone sind.
 Königlich-spanische Dekrete von 1786/87 hatten z.B. den Spaniern das Privileg des Walfangs im südlichen Eismeer eingeräumt. Weiterhin weist Argentinien auf die in der Antarktis getroffenen Verwaltungsmaßnahmen und Einrichtungen hin, wodurch Argentinien effektiv dieses Gebiet in Besitz genommen habe. Die Argentinier fliegen sogar schwangere Frauen auf eine antarktische Station, damit der erste in der Antarktis geborene Mensch ein Argentinier sei.
Chiles Begründung für Besitzansprüche in der Antarktis ähnelt denen Argentiniens, auch Chile beruft sich auf die »uti possidetis-Doktrin«, nach der Karl V. 1539 die Hoheitsgewalt über alle südlich der Magellanstraße gelegene Gebiete einem spanischen Adeligen übertragen hatte, der allerdings verzichtete, wodurch die Ansprüche auf das Generalkapitanat von Chile übergingen.

Im Rahmen des Antarktisvertrages von 1959 wurden die Ansprüche ohne Verzicht oder Anerkennung international zurückgestellt. 12 Staaten beteiligten sich von Beginn an daran, inzwischen gehören 28 Konsultativstaaten zum Vertrag und 14 weitere Mitgliedsstaaten. Sie alle wollen sich gemeinsam für den Schutz der Antarktis einsetzen.

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