Die richtige Kleidung

Kleidung für die Arktis und Antarktis

 · Eine Wasserabweisende Jacke muss mit · Eine Wasserabweisende Jacke muss mit  · Ganz Wichtig: Gummistiefel · Ganz Wichtig: Gummistiefel

Es gibt ein Vorurteil, das bei vielen Menschen besonders fest sitzt: »In der Antarktis und Arktis ist es ganz besonders kalt«.

Das stimmt nur bedingt, denn unsere Reisen finden im jeweiligen Sommer statt. Im Winter sind die Polargebiete nicht bereisbar. Und obwohl die unterschiedlichen Destinationen untereinander große Abweichungen bezüglich der zu erwartenden Temperaturen und Niederschläge besitzen, kann man doch eines gewiss über die Temperaturen auf einer Arktis- oder Antarktis-Reise sagen: »Es ist nicht so kalt, wie Sie vielleicht denken!«

Im Sommer können Sie in der Arktis mit Temperaturen von durchschnittlich 5 – 6 °C rechnen. Es sind aber auch -5 °C oder +15 °C möglich und die Wetterverhältnisse wechseln schnell. Aus diesem Grund sollten Sie mehrere leichte Lagen übereinander tragen. Vermeiden Sie Textilien aus Baumwolle, da diese den Feuchtigkeitstransport vom Körper weg verhindern. Wählen Sie stattdessen Bekleidung aus modernen Funktions-Kunstfasern oder aus Naturfasern, wie Wolle und Seide. An Bord unserer Schiffe ist es innen angenehm warm und da ist bequeme Freizeitkleidung die beste Wahl.

Kleidung: Das „Zwiebelprinzip“

 · Traditionelle Kleidung der Grönländer · Traditionelle Kleidung der Grönländer

  • Die unterste Schicht
    Direkt am Körper ist es wichtig, dass Feuchtigkeit nicht bloß aufgesaugt, sondern auch vom Körper weg transportiert wird. Moderne Funktionsfasern, die in Thermounterwäsche und Socken verwendet werden, verfügen über genau diese Eigenschaften.
  • Die Zwischenschicht(en)
    Skirollis und –pullover, (Thermo-)Wanderhosen, Fleece Jacke(n) und -Hose sowie dicke Socken gehören zu den Zwischenschichten. Im Bereich der Naturfasern verfügen lediglich Wolle und Seide über ähnliche Qualitäten im Hinblick auf Wärme, Atmungsaktivität und Feuchtigkeitstransport.  Grundsätzlich gilt die Regel, dass mehrere dünne Schichten besser sind als eine dicke.
  • Die oberste Schicht
    Am wichtigsten bei Ihrer Kleidungswahl ist die oberste Schicht. Diese muss wind- und wasserdicht und sollte zusätzlich auch noch atmungsaktiv sein. Bei der Jacke wählen Sie am besten einen Anorak mit angeschnittener, großer Kapuze, der von der Länge her über den Schritt hinausreicht und am unteren Rand, an den Ärmeln und an der Kapuze mittels Gummizug abdichtbar ist. Gleiche Anforderungen gelten für die Hose. Diese muss über Gummistiefeln getragen werden können und sollte am unteren Rand möglichst dicht mit den Schuhen abschließen. Tragen Sie immer nur eine winddichte Lage, da sonst die Atmungsaktivität nicht mehr gegeben ist.
    Im Spätsommer/Herbst ist gefütterte Bekleidung für Aktivitäten mit wenig Bewegung eine sinnvolle Ergänzung.
  • Die Schuhe
    Ganz wichtig sind die Schuhe. Sie benötigen (Wander-) Gummistiefel mit hohem Schaft, da Sie beim Anlanden mit dem Zodiac ins Wasser treten müssen. Häufig bekommen Sie diese leihweise auf den Expeditionsschiffen. Die Stiefel dürfen nicht zu festsitzen (die Füße werden sonst kalt), sondern sollten Platz für zwei Paar Socken bieten. Zwei bis drei Stunden sollten Sie bequem in den Schuhen laufen können. Alternativ sind Wanderschuhe, die Sie nach der Anlandung anziehen können, zumindest für Grönland eine sinnvolle Ergänzung. An Bord benötigen Sie zwei weitere Paare: leichte, geschlossene Schuhe für den Innenbereich und rutschsichere, feste, geschlossene Schuhe für den Außenbereich.
  • Handschuhe & Mütze
    Für die Zodiacfahrten benötigen Sie wasserdichte Handschuhe, da sich die Sicherheitsleinen zum Festhalten am äußeren Rand des Zodiacs befinden. An Land sollten Sie eine Kombination aus Fäustlingen und Fingerhandschuhen tragen, dies hat den Vorteil der besseren Bedienbarkeit von Fotoapparat oder Kamera und Ihre Hände bleiben trotzdem warm. Eine über die Ohren reichende Mütze sowie ein Schal komplettieren die Ausstattung „oben rum“.