Polar-Blog | Meldung aus der Kategorie: Reiseberichte

Reisebericht: Rentier, Polarfuchs
© Simon Bober
Publiziert: Donnerstag, den 03. September 2015

Rentier, Polarfuchs & Abschiedsparty

Mittwoch, 02.09.2015

Während des Frühstücks passierte heute etwas komisches: Eine merkwürdige graue Wand schob sich dicht vor die Bullaugen und versperrte uns die Aussicht… Genauer hingeschaut war die Wand auch noch mit ausrangierten Autoreifen behängt. Nach der ganzen Zeit fernab der Zivilisation hat die Quest nun am Kai von Ny Ålesund angelegt.

Straßen (im Ort ungefähr 2 km, gesamt 10 km), Häuser (vielleicht 50), Autos (maximal 30) und jede Menge Menschen (im Sommer leben hier ca. 250). Ein erstes Anzeichen, dass wir langsam zu unserem Startpunkt der Reise zurück kehren. Malenthe, die hier einen kompletten Sommer verbracht hat, gab uns eine kleine Stadtführung. Anschließend übernahmen Martin und Dierk, die uns am Amundsen-Denkmal und später am Original Zeppelin-Ankermast über einen weiteren bedeutenden und auch endlich erfolgreichen Teil der Eroberung des Nordpols aus der Luft berichteten.

Von dort ging ein Teil von Kerstin begleitet zurück in den Ort und wartete darauf, dass der kleine Shop seine Türen öffnete und der Rest der Gruppe setzte den Spaziergang über die Tundra fort. Und traf auf ein paar Rentiere und einen Polarfuchs. Unentschlossen, wer den interessanteren Eindruck macht lief dieser zwischen den Rentieren und uns hin und her, um sich dann für das bunte Häufchen Zweibeiner zu entscheiden. Leider tauchte eines der 30 Autos des Ortes zur Unzeit auf und vertrieb den kleinen Kerl sehr schnell. Zurück im Ort blieb auch für die Spaziergänger noch Zeit, Andenken zu kaufen und die Postkarten im nördlichsten Postamt der Welt abzustempeln.

Ein kleiner Umweg führte uns an der Kante des Kongsbreens vorbei, bevor wir vor dem Blomstrandbreen in die Zodiacs stiegen um die Blomstrandhalføya zu besuchen. Eingeteilt in drei Gruppen ging es los. Ein Teil machte sich auf den Weg, den höchsten Punkt der Insel zu erobern. Die mittlere Gruppe umrundete die zweithöchste Erhebung und unsere gemütlichen Spaziergänger blieben mehr oder weniger auf Strandhöhe. Rentiere und tolle Aussichten in diesem schönen Fjordsystem zusammen mit dem immer noch grandiosen Wetter bescherte uns allen einen weiteren schönen Nachmittag voller Eindrücke. Zum Schluss wurde dann auch noch der nördlichste Geo-Cache der Welt „geknackt“.

Zurück auf dem Schiff ging es fast umgehend weiter mit einem kurzen Recap, das Therese mit den Worten „Und jetzt seid Ihr herzlich Willkommen zur Barbecue-Party auf Deck 4“ beendete. Musik, ein guter Burger, Sonnenuntergang vor spektakulärer Kulisse – da brauchte es nicht lange und eine tolle Party war im Gange.

Stephani Drücker

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